Marta Sanz Pastor (* 14. November1967 in Madrid) ist eine spanische Schriftstellerin. Sie ist als Literaturkritikerin in verschiedenen Medien aktiv, unter anderem in der Literaturbeilage Babelia von El País, der Zeitschrift Mercurio sowie der Internet-Seite La tormenta en un vaso. Sie war Dozentin an der Universität Nebrija in Madrid und leitete die literarische Zeitschrift Ni hablar.
Leben
Sie promovierte in zeitgenössischer Literatur an der Universität Complutense in Madrid und ihre Doktorarbeit handelt über die Spanische Poesie zur Zeit der Transición (1975–1986). Ihre literarische Karriere fing an, als sie sich für einen Schreibworkshop an der Escuela de Letras in Madrid einschrieb und den Verleger Constantino Bértolo kennenlernte, der ihre ersten Romane im Debate-Verlag veröffentlichte.
Prosa
Sie wurde Finalistin des Premio Nadal im Jahr 2006 für einen anderen Roman, Susana y los viejos. In ihrem Roman La lección de anatomía (RBA, 2008, wiederverlegt in Anagrama im Jahr mit einem Vorwort von Rafael Chirbes) verwendet sie ihre eigene Biographie als literarisches Material. Im Kriminalroman Black, black, black (Anagrama, 2010) schuf sie die Figur des homosexuellen Detektivs Arturo Zarco und wurde damit Halbfinalistin für den Premio Herralde im Jahr 2009. Die Autorin ließ die Figur des Zarco in ihrem Roman Un buen detective no se casa jamás (Anagrama, 2012) wieder aufleben. Der Detektiv taucht wieder in Pequeñas mujeres rojas (Anagrama, 2020) auf, dem Werk, das die Trilogie abschließt. Im Jahr 2013 veröffentlicht sie Daniela Astor y la caja negra (Anagrama, 2013), wo sie die Welt der Pop Culture und die Schauspielerinnen der spanischen Transición wie Susana Estrada, María José Cantudo oder Amparo Muñoz wieder aufleben lässt. Nach seiner Veröffentlichung erhielt dieser Roman unterschiedliche Auszeichnungen (den Tigre-Juan-Preis, den Cálamo-Preis „Otra mirada“ 2013 und den Preis der Literaturkritikseite Estado Crítico).
Andere Genres
Abgesehen von ihrer Arbeit als Romanautorin, hat sie auch Kurzgeschichten, Piesie, Essays, Reiseartikel und Kommentare geschrieben. Sie schreibt regelmäßig für die Zeitungen El País (mit Reiseberichten im Ergänzungsheft „El Viajero“), Público (in der Rubrik „Culturas“), Mirlo, la revista que trina und für das Magazin El Cultural von El Mundo. Bei InfoLibre arbeitet sie normalerweise für die Rubrik „El cuento de todos“, in der mehrere Autoren eine Geschichte gemeinsam entwickeln.
Politik
Während des Wahlkampfs 2011 äußerte sie ihre Unterstützung der Kandidatur von Izquierda Unida.
Prosa
El frío. Debate, Madrid 1995. Wiederverlegt durch Caballo de Troya, Madrid 2012, ISBN 978-84-96594-68-5.
Metalingüísticos y sentimentales: antología de la poesía española (1966–2000), 50 poetas hacia el nuevo siglo. Biblioteca Nueva, Madrid 2007, ISBN 978-84-9742-567-4.
Libro de la mujer fatal. 451 Editores, Madrid 2009 (Anthologie von Texten verschiedener Autoren über das Thema der Femme fatale).
Nómadas (Playa de Ákaba, Barcelona, 2013; Auswahl und Prolog von Elías Gorostiaga). ISBN 978-84-941451-4-8.* «Cigüeñas» (Text über Federico Fellini y Giulietta Masina), in VV.AA., Ellos y ellas. Relaciones de amor, lujuria y odio entre directores y estrellas (Co-Autoren: Hilario J. Rodríguez y Carlos Tejeda). Calamar / Filmfestival Huesca, 2010.
«Mariposas amarillas», Erzählung im Band: Lo que los hombres no saben... el sexo contado por las mujeres, (herausgegeben und eingeleitet von Lucía Etxebarria), Martínez Roca/La Erótica Booket, 2009.
↑Julio Castro:"Ellos y ellas" con Hilario J. Rodriguez y muchos más. In: Un compendio de historias sobre las "Relaciones de amor, lujuria y odio entre directores y estrellas". La República Cultural, 3.August 2010.