Martha Weber (* 13. April 1904 in Wiesa, Erzgebirge; † 3. September 1998 in Lützschena; Pseudonym Martha Liebscher) war eine erzgebirgische Dichterin.
Sie kam aus einfachen dörflichen Verhältnissen, lernte Schuhstepperin und arbeitet viele Jahre als Heimarbeiterin für die Posamentenindustrie. Erst mit über fünfzig Jahren (1955) gelangte sie an das Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig, wo Louis Fürnberg auf sie aufmerksam wurde und erste Lyrikbände in Mundart und Hochdeutsch von ihr ermöglichte. Martha Weber lebte in Wiesa, später in Schönfeld. Von 1954 bis 1965 war sie dort Gemeindevertreterin. Sie war Mitglied des Deutschen Schriftstellerverbandes (später Schriftstellerverband der DDR). Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in Lützschena bei Leipzig, wo sie starb und begraben wurde.
Ihr Nachlass befindet sich heute im Archiv der Akademie der Künste Berlin und in den Städtischen Museen Annaberg-Buchholz.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weber, Martha |
| ALTERNATIVNAMEN | Liebscher, Martha (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | erzgebirgische Heimatdichterin |
| GEBURTSDATUM | 13. April 1904 |
| GEBURTSORT | Wiesa |
| STERBEDATUM | 3. September 1998 |
| STERBEORT | Lützschena |