Martin Clasen

Martin Carl Clasen (* 10. August 1882 in Reinfeld (Holstein); † 9. November 1962 ebenda) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher, Genealoge und Heimatforscher.

Leben

Martin Clasen war ein Sohn des Reinfelder Arztes Ernst Clasen (1849–1931) und seiner Frau Adele, geb. Nobbe (1848–1921). Er besuchte das Christianeum bis zum Abitur 1900 und studierte Evangelische Theologie, Germanistik und Geschichte an den Universitäten Leipzig, Marburg und Kiel. In Leipzig trat er dem Verein Deutscher Studenten bei.

Nach seinem Theologischen Examen in Kiel war er Vikar in Hanerau-Hademarschen. 1908 erfolgte seine Ordination zum Pastor der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holsteins; seine erste Pfarrstelle erhielt er in Neustadt (Holstein). Am 1. Juni 1924 kam er zurück nach Reinfeld, wo er an der Reinfelder Kirche, die auf seinen Anstoß hin 1940 den Namen Matthias-Claudius-Kirche erhielt, bis zu seiner Pensionierung 1947 amtierte. Innerkirchlich engagierte er sich für das Gustav-Adolf-Werk.

Clasen war Mitglied im Vorstand des Verkehrsvereins Reinfeld und Verfasser zahlreicher Beiträge zur Geschichte Reinfelds und seines Klosters.

Er war ein Nachfahre Martin Luthers und von 1926 bis 1960 Vorsitzender der Lutheriden-Vereinigung.

Seit 1910 war er mit Anna, geb. Meyer (1890–1980) verheiratet. Das Paar hatte eine Tochter und vier Söhne, darunter den Pädagogen Adolf Clasen.

Nachlass

Seine hinterlassene Sammlung zur Geschichte Schleswig-Holsteins, des Kreises Stormarn, Niedersachsens, Lübecks, Hamburgs und Zarpens sowie Materialien zu Zarpen wird im Landesarchiv Schleswig-Holstein verwahrt.

Auszeichnungen

Schriften

Literatur

Personendaten
NAME Clasen, Martin
ALTERNATIVNAMEN Clasen, Martin Carl (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher, Genealoge und Heimatforscher
GEBURTSDATUM 10. August 1882
GEBURTSORT Reinfeld (Holstein)
STERBEDATUM 9. November 1962
STERBEORT Reinfeld (Holstein)