Martin Grube (* 21. April 1965 in München) ist ein österreichischer Biologe und Lichenologe. Er ist assoziierter Professor am Institut für Biologie der Universität Graz. Grube gilt als einer der Pioniere der Erforschung des bakteriellen Mikrobioms von Flechten und prägte wesentlich das heutige Verständnis der Flechte als komplexes Symbiosegefüge.
Martin Grube wurde 1965 in München geboren und besitzt die österreichische Staatsbürgigkeit. Seine wissenschaftliche Laufbahn ist mit der Karl-Franzens-Universität in Graz verbunden, zunächst am Institut für Pflanzenwissenschaften, später am Institut für Biologie. Dort ist er als assoziierter Professor tätig und leitet die Arbeitsgruppe Lichenologie/Mykologie.
Grubes frühe Arbeiten befassten sich mit der Systematik und Phylogenie flechtenbildender und lichenicoler Pilze, insbesondere der Arthoniales. Gemeinsam mit Josef Hafellner beschrieb er neue lichenicole Arten wie Arthonia epipolytropa und Arthonia subclemens, Parasiten auf der weit verbreiteten Flechte Lecanora polytropa.
Ein Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Ökologie der Flechtensymbiose. Gemeinsam mit Gabriele Berg und Massimiliano Cardinale wies er ab Mitte der 2000er Jahre nach, dass Flechten artspezifische bakterielle Gemeinschaften beherbergen, die strukturell und funktionell in die Symbiose eingebunden sind. Diese Arbeiten trugen maßgeblich dazu bei, Flechten als Holobionten zu verstehen und das Konzept des Flechten-Mikrobioms zu etablieren.
Gemeinsam mit David L. Hawksworth schlug Grube 2020 eine erweiterte Definition der Flechte vor, die diese als komplexe Ökosysteme mit mehreren mikrobiellen Partnern auffasst. Grube ist (Co-)Autor von mehreren hundert wissenschaftlichen Publikationen, die mehr als 25.000-mal zitiert wurden.
| Personendaten | |
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| NAME | Grube, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Biologe und Lichenologe |
| GEBURTSDATUM | 21. April 1965 |
| GEBURTSORT | München |