Martin Ho (* 1986; bürgerlich: Anh Tuan Ho) ist ein österreichischerUnternehmervietnamesischer Abstammung, der zahlreiche Restaurants, Bars und Nachtclubs in Wien betrieb. Neben der Gastronomie war Ho mit seiner Dots-Unternehmensgruppe auch im Bereich Hotellerie, Lifestyle-Konsumgüter und Edelstahl-Handel tätig. Alle Gastronomiebetriebe der Gruppe wurden im Laufe der 2020er Jahre verkauft oder geschlossen. Der Sitz der Unternehmensgruppe wurde 2024 nach Dubai verlegt, und 2025 wurde ein Konkursverfahren über sie eröffnet.
Von den Medien wurde Ho häufig als „Szene-Gastronom“ tituliert. Unter Sebastian Kurz als österreichischem Außenminister fungierte Ho als „Integrationsbotschafter“ und unter Kurz’ Kanzlerschaft war er Mitglied einer regierungsberatenden Expertenrunde.
Leben
Als Sohn vietnamesischer Einwanderer kam Ho im Alter von zwei Jahren nach Wien. Er maturierte an der Vienna Business School und eröffnete als 19-Jähriger im Jahr 2005 mit finanzieller Unterstützung seiner Eltern als Quereinsteiger in der Gastronomie seinen ersten Betrieb in der Wiener Mariahilfer Straße, das DOTS. Einige Jahre später folgte das DOTS im Brunnerhof, ein Sushi-Restaurant im 19. Wiener Gemeindebezirk, das auch zum Sitz von Hos DOTS-Unternehmensgruppe wurde. Einer seiner bekannteren Gastronomiebetriebe war auch der Techno-Club Pratersauna.
Politisches
Martin Ho zählt zu den Freunden des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz. Kurz ernannte ihn in seiner Zeit als Außenminister zum „Integrationsbotschafter“.
Ho war Mitglied einer Expertenrunde, die die österreichische Bundesregierung zu Fragen der Nachtgastronomie im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Österreich bei Massenquarantäne-Entscheidungen beriet.
Privates
Ho hat mit seiner ehemaligen Partnerin Ivana zwei Kinder. Nach ihr ist auch einer seiner Betriebe benannt, Ivy’s Pho House, in welchem diese als Geschäftsführerin tätig war.
Im Jänner 2022 verlor Ho ein gegen das Online-Medium zackzack.at und dessen Herausgeber Peter Pilz angestrengtes Gerichtsverfahren wegen übler Nachrede.