Martin Otto Leube (* 10. Januar 1884 in Leutkirch; † 18. Juli 1961 in Göppingen) war ein württembergischer evangelischer Pfarrer und Kirchenhistoriker.
Nach dem 1898 erfolgten württembergischen Landexamen besuchte Martin Leube die Evangelisch-theologischen Seminare in Schöntal und Urach und leistete anschließend Militärdienst. 1903 trat er in das Evangelische Stift Tübingen ein und studierte Evangelische Theologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er war Mitglied der Studentenverbindung Luginsland Tübingen. Seine erste theologische Dienstprüfung legte er 1908 ab; nach dem Vikariat in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg folgte 1910 die zweite Dienstprüfung. Nach einer Studienreise nach England und Vertretung von Pfarrämtern in Essingen und Kaltental wurde Leube 1912 Repetent am Evangelischen Stift Tübingen. Vor allem während dieser Tätigkeit erarbeitete er eine Geschichte des Stifts. Für den ersten Band dieses Werkes erhielt er 1920 bei Karl Holl an der Universität Tübingen den Doktorgrad. 1916 übernahm er eine Pfarrstelle in Backnang und 1922 in Weinsberg und Ellhofen. Im Jahre 1930 wurde Leube Dekan für den Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck. Im gleichen Jahr verlieh ihm die Universität Tübingen in Würdigung seiner kirchengeschichtlichen Arbeiten die Ehrendoktorwürde. Von 1946 bis 1954 wirkte er dann als Stadtpfarrer in Ludwigsburg-Pflugfelden.
Als Kirchenhistoriker wurde Leube vor allem durch seine umfangreiche Geschichte des Evangelischen Stift Tübingens bekannt. 1947 wurde er Vorsitzender des Vereins für württembergische Kirchengeschichte, dessen Zeitschrift er von 1948 bis 1959 herausgab. Seit 1948 gehörte er der Kommission für Geschichtliche Landeskunde (in Baden-Württemberg) an.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leube, Martin |
| ALTERNATIVNAMEN | Leube, Martin Otto (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | württembergischer evangelischer Pfarrer und Kirchenhistoriker |
| GEBURTSDATUM | 10. Januar 1884 |
| GEBURTSORT | Leutkirch |
| STERBEDATUM | 18. Juli 1961 |
| STERBEORT | Göppingen |