Martin Liepach

Martin Liepach (* 1961 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Gymnasiallehrer und promovierter Politologe, der vor allem zur jüdischen Geschichte publiziert. Sein Buch über das Wahlverhalten der jüdischen Bevölkerung in der Weimarer Republik gilt als Standardwerk.

Leben

Martin Liepach studierte Geschichte und Mathematik an der Universität Frankfurt am Main. 1993/94 wurde er bei Jürgen W. Falter an der Freien Universität Berlin mit der Dissertation Das Wahlverhalten der jüdischen Bevölkerung. Zur politischen Orientierung der Juden in der Weimarer Republik zum Dr. phil. promoviert, die heute in Fachkreisen als Standardwerk gilt. 1994 erhielt er den Wolf-Erich-Kellner-Preis der Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung. 1995 legte er das zweite Staatsexamen ab. Er ist seitdem als Gymnasiallehrer für Geschichte und Mathematik und Fachvorsitzender Geschichte an der Liebigschule in Frankfurt am Main tätig.

Liepach ist seit 1999 teilabgeordnet an das Jüdische Museum Frankfurt, wo er Mitarbeiter des Pädagogischen Zentrums (in Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut) ist. Zudem ist er Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Frankfurt. Weiterhin ist er Mitglied der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts in Deutschland.

Liepach publiziert vielfältig (wissenschaftlich, didaktisch und museumspädagogisch), insbesondere zur jüdischen Geschichte.

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Arnold Paucker: Zur Problematik des Widerstandes deutscher Juden gegen den Nationalsozialismus. In: Hans Erler, Arnold Paucker, Ernst Ludwig Ehrlich (Hrsg.): „Gegen alle Vergeblichkeit“. Jüdischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Campus-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 2003, ISBN 3-593-37362-9, S. 41.
Personendaten
NAME Liepach, Martin
KURZBESCHREIBUNG deutscher Gymnasiallehrer und promovierter Politologe
GEBURTSDATUM 1961
GEBURTSORT Frankfurt am Main