Martin Scheutz

Martin Scheutz (* 27. November 1967 in Bad Aussee) ist ein österreichischer Historiker.

Leben

Von 1974 bis 1978 besuchte Martin Scheutz die Volksschule Bad Aussee und von 1978 bis 1986 den neusprachlichen Zweig des Stiftsgymnasiums Admont. Von 1986 bis 1993 widmete er sich dem Lehramtsstudium für Geschichte und Deutsche Philologie. Seine Diplomarbeit verfasste er über einen Schatzgräberprozess in den Jahren 1728/29 in Freistadt. Von 1989 bis 1992 absolvierte er den Ausbildungslehrgang am Institut für Österreichische Geschichtsforschung. Im Anschluss an sein Diplomstudium bearbeitete er das umfangreiche Gerichtsarchiv der 1782 aufgehobenen Kartause Gaming und reichte seine daraus resultierende Forschungsarbeit Ende des Jahres 1995 als Dissertation ein. Nach seiner am 18. März 1996 erfolgten Promotion zum Dr. phil wurde er 1996 Assistent am Institut für Geschichte der Universität Wien (mit zusätzlicher Zuteilung zum Institut für Österreichische Geschichtsforschung). Von 1996 bis 1997 leistete er den Zivildienst beim Österreichischen Roten Kreuz, Ortsstelle Wien. Ab 1997 war er am Institut für Geschichte als Assistent tätig. Nach seiner Habilitation mit der Schrift Alltag und Kriminalität. Disziplinierungsversuche im steirisch-österreichischen Grenzgebiet im 18. Jahrhundert wurde er im Jahr 2001 an der Universität Wien zum außerordentlichen Universitätsprofessor für Neuere Geschichte ernannt.

Die Forschungsschwerpunkte von Martin Scheutz sind Stadtgeschichte, Geschichte des Wiener Hofes, Geschichte der Spitäler und der Armut, Selbstzeugnisse, Quellenkunde sowie Konfessionalisierungsgeschichte.

Funktionen

Schriften (Auswahl)