Martin Walker (* 1947 in Schottland) ist ein schottischer Historiker, politischer Journalist und Schriftsteller. Er wohnt mit seiner Familie in Le Bugue in der südwestfranzösischen Landschaft Périgord.
Walker studierte im Jahr 1966 am Balliol College der Universität Oxford das Fach Geschichte und wechselte dann zum Studium Internationaler Beziehungen an die Harvard University. Danach arbeitete Walker ab 1971 als Journalist für die britische Tageszeitung The Guardian und leitete in dieser Zeit das jeweilige Büro in Moskau sowie in Washington. Als Walker bei der Wahl des neuen Chefredakteurs zu Beginn des Jahres 1995 nicht zum Zuge kam, beendete er 1999 nach 28 Jahren seine journalistischen Tätigkeiten für den Guardian. Nach diesem Ende wurde Walker in Washington, D.C. ein leitender Direktor im Global Business Policy Council, einer Denkfabrik der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Neben anderen Lehraufträgen war Walker auch als Senior Scholar für das Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington und als Senior Fellow am New School for Social Research in New York tätig. In Ergänzung zum journalistischen Schaffen konnte Walker mit den Jahren mehrere wichtige Werke über den Kalten Krieg, die Perestroika, aber auch über die USA veröffentlichen.
In den 1980er-Jahren machten Martin Walker und Ehefrau Julia Watson einen Sommerurlaub im Périgord. Zu dieser Zeit arbeitete Walker als Auslandskorrespondent in Moskau. Nach dem Kauf eines Bauernhauses aus dem Jahr 1698 zog die Familie Walker Jahr 1999 ins Périgord. Dort entstand – inspiriert durch die Historie und den Bewohnern der französischen Landschaft – der erste Kriminalroman Bruno, Chief of Police (2008).
Der „Dorfpolizist“ – wie er sich selber nennt – Benoît Courrèges, gemeinhin bekannt als Bruno, ermittelt in der fiktiven Kleinstadt Saint-Denis in der historischen Region Périgord in Südwestfrankreich. Bruno untersteht als Gemeindepolizist direkt dem Bürgermeister des malerischen Ortes an der Vézère, einem Nebenfluss der Dordogne. Er war stets auf alle Eventualitäten vorbereitet, auf fast alle, was häufig Konflikte mit übergeordneten Polizeibehörden mit sich bringt.
Die Bruno-Kriminalromane wurden in 18 Sprachen übersetzt. Die verkaufte Auflage der deutschen Übersetzung lag im Jahr 2020 bei zweieinhalb Millionen Exemplaren.
Ebenfalls im Périgord spielt der historische Roman Schatten an der Wand, der 2012 erschien.
Mit seinem Zukunftsthriller Germany 2064 stand Walker mit seinem Roman auf der Shortlist um den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2015.
Neben Englisch und Französisch spricht Martin Walker auch Deutsch.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Walker, Martin |
| KURZBESCHREIBUNG | schottischer Historiker, Journalist und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 1947 |
| GEBURTSORT | Schottland |