Mary Field

Mary Field (* 10. Juni 1909 in New York City, New York, Vereinigte Staaten als Olivia Rockefeller; † 12. Juni 1996 in Fairfax, Virginia, Vereinigte Staaten) war eine US-amerikanische Filmschauspielerin, die hauptsächlich in Nebenrollen auftrat.

Leben

Mary Field wurde als Kleinkind vor einer Kirche ausgesetzt. Auf einem Zettel stand ihr Name Olivia Rockefeller. Später wurde sie adoptiert. Sie besuchte die Brentwood Hall School in Westchester County, New York.

1937 unterschrieb sie einen Vertrag bei Warner Bros. Studios und gab ihr Filmdebüt in Der Prinz und der Bettelknabe, der im selben Jahr in die Kinos kam. In der Folge wurde sie in zahlreichen Filmen eingesetzt, wobei ihre Rollen oft klein und im Abspann ungenannt blieben. Einen ihrer bekannteren Auftritte hatte sie in der Komödie Die merkwürdige Zähmung der Gangsterbraut Sugarpuss (1941) von Howard Hawks als in Gary Coopers Hauptfigur verliebte Mäzin Miss Totten. Diese Rolle spielte sie nochmals sieben Jahre später in dem Musical-Remake Die tollkühne Rettung der Gangsterbraut Honey Swanson. Sie trat in drei Filmen auf, die den Oscar als Bester Film gewannen: Schlagende Wetter, Mrs. Miniver und Die größte Schau der Welt.

Die dünne, dunkelhaarige Charakterdarstellerin spielte oftmals Frauen, die etwas neugierig oder prüde wirken, darunter mehrmals Krankenschwestern, Verkäuferinnen oder „alte Jungfern“. In den 1950er-Jahren stand Field auch zusehends für Fernsehserien wie Topper, die Loretta Young Show, Wagon Train oder Rauchende Colts als Gastdarstellerin vor der Kamera. 1963 hatte sie ihre letzte Rolle als Nonne in der Pfarrerserie Going My Way. Insgesamt umfasst ihr filmisches Schaffen rund 200 Film- und Fernsehproduktionen.

In den 1940er Jahren war Field mit Allan Douglas, einem Angehörigen des Army Medical Corps, verheiratet. Später lebte sie bis zu dessen Tod 1982 mit ihrem zweiten Mann James Madison Walters in Laguna Niguel, Kalifornien. Sie hatten zwei Kinder. Field engagierte sich auch in der Hollywood Church of Religious Science. Am 12. Juni 1996, zwei Tage nach ihrem 87. Geburtstag, starb sie in ihrem Haus in Fairfax, Virginia, an den Folgen eines Schlaganfalls. Sie lebte dort mit ihrer Tochter Susana Kerstein und ihrem Schwiegersohn Bob Kerstein. Sie hatte zwei Enkelkinder, Sky Kerstein und Kendall Kerstein. Sie wurde eingeäschert und ihre Asche an ihre Familie übergeben.

Filmografie (ohne TV-Auftritte)

Commons: Mary Field – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Mary Field. In: The Pittsburgh Press. Pittsburgh, Pennsylvania 31. August 1944, S. 8 (newspapers.com [abgerufen am 22. August 2025]).
  2. ↑ Mary Field - Biografie. Abgerufen am 3. September 2025 (deutsch).
  3. ↑ Article clipped from Tampa Bay Times. In: Tampa Bay Times. St. Petersburg, Florida 8. August 1943, S. 21 (newspapers.com [abgerufen am 22. August 2025]).
  4. ↑ Scott Wilson: Resting Places: The Burial Sites of More Than 14,000 Famous Persons, 3d ed. McFarland, 2016, ISBN 978-1-4766-2599-7 (google.com [abgerufen am 22. August 2025]).
Personendaten
NAME Field, Mary
ALTERNATIVNAMEN Rockefeller, Olivia
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanische Filmschauspielerin
GEBURTSDATUM 10. Juni 1909
GEBURTSORT New York City, New York, Vereinigte Staaten
STERBEDATUM 12. Juni 1996
STERBEORT Fairfax, Virginia, Vereinigte Staaten