Die Massylier (altgriechischΜασσύλιοιMassylioi, lateinischMassyli) waren ein antiker Volksstamm im östlichen Numidien. Im Osten grenzte ihr Gebiet (Massylia) an Karthago, im Westen an Masaisylia, das Gebiet der Massäsylier. Die wichtigsten Orte waren Cirta, Tebessa und Thugga.
Massinissa (ⵎⴰⵙⵉⵏⵉⵙⵙⴰMasinissa, punischMSNSN, 201 bis 149 v. Chr.), Sohn des Gaia
Micipsa (ⵎⵉⵙⵉⴱⵙⴰMisibsa, punischMKWSN, 148 bis 118 v. Chr.), Gulussa (ⴳⵓⵍⵓⵙⵙⴰGulussa, punisch GLSN) und Mastanabal (ⵎⴰⵙⵟⴰⵏⴱⴰⵍMasṭanbal, punisch MSTN`B´), Söhne des Massinissa
Adherbal (ⴰⴷⵉⵔⴱⴰⵍAdirbal, 118 bis 112 v. Chr.), Sohn des Micipsa
Hiempsal I. (118 bis 117 v. Chr.), Sohn des Micipsa
Jugurtha (ⵢⵓⴳⵔⵜⵏYugerten, 118 bis 105 v. Chr.), Neffe und Adoptivsohn des Micipsa
Gauda (ⴳⵓⴷⴰGuda, 105 bis 88 v. Chr.), Sohn des Mastanabal
Arabion (Westmassylia, 44 bis 41/40 v. Chr.) und Juba I. (ⵢⵓⴱⴰ IYuba I, Ostmassylia, ca. 60 bis 46 v. Chr.)
Massylia unter römischer Vorherrschaft
Nach dem Sieg Gaius Iulius Caesars über die Pompeianer und damit über Juba I. wurde der östliche Teil Ostmassyliens ein Teil der von Caesar neu geschaffenen Provinz Africa nova. Der westliche Teil Ostmassyliens, d. h. die Gegend um Cirta, fiel an den Abenteurer Publius Sittius, der das Land an seine Soldaten verteilte und eine römische Kolonie einrichtete, die Colonia Cirta Sittianorum. Sittius selbst wurde 44 v. Chr. von Arabion ermordet.
Bocchus II. von Mauretanien, ein Freund des Sittius und ebenfalls Verbündeter Caesars im Krieg gegen Juba, erhielt Westmassylien und Ostmasaesylien (die Gegend um Sitifis).