Mater Larum

Die Mater Larum (lateinisch „Mutter der Laren“) ist eine Gottheit der römischen Mythologie.

Ihr Wesen und die Form ihres Kultes ist ganz unklar. Bekannt ist lediglich, dass die Arvalbrüder am Fest der Dea Dia der Mater Larum zwei Schafe opferten. Außerdem wurden zwei mit Puls, dem römischen Getreidebrei, gefüllte Ollae, traditionelle Gefäße aus getrocknetem Ton, den Hügel des Tempels hinunter gestoßen. Dadurch wird sie allerdings in Beziehung gesetzt zu den ältesten Schichten der römischen Religion, da die Arvalbrüder in der Mythologie mit der Gründung Roms verknüpft sind und Puls und Olla geradezu Sinnbilder frührömischer Urtümlichkeit sind.

Auf Grund der Form des Opfers (nämlich, dass es gewissermaßen auf die Erde geworfen wurde) hat man vermutet, dass die Mater Larum eine unterirdische, eine chthonische Gottheit sei.

Man hat sie aus unterschiedlichen Gründen mit einer Reihe anderer römischer Gottheiten in Beziehung gesetzt, namentlich:

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Wilhelm Henzen: Acta Fratrum Arvalium quae supersunt. Reimer, Berlin 1874. Nachdruck de Gruyter, Berlin 1967, S. 26f. (Digitalisat).