Mathias Bertram

Mathias Bertram (* 22. Januar 1960 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Publizist und Buchgestalter.

Leben

Als Sohn des Gebrauchsgrafikers Axel Bertram wuchs Bertram im Haushalt seiner Mutter, der Modejournalistin Dorothea Melis, und des Fotografen Roger Melis in Ostberlin auf und studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Germanistik. Nach der Promotion 1992 arbeitete er an Forschungs- und Editionsprojekten an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Von 1997 bis 2002 war er zunächst Lektor, dann Programmleiter im Verlag Directmedia und gab die CD-ROM-Reihe „Digitale Bibliothek“ heraus, darunter die weitverbreitete Textedition »Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka«. Seit 2002 ist er als Publizist, Lektor und Buchgestalter tätig. Seit 2003 gestaltet er alle Bücher und Werbemittel des Lehmstedt Verlags Leipzig (Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung 2005). 2005 begann Bertram mit der Edition von Fotobüchern, vorwiegend zur Fotografie des Ostdeutschen Fotorealismus. In zum Teil mehrbändigen Editionen gab er das Werk von Fotografen wie Roger Melis, Bernd Heyden, Gundula Schulze Eldowy, Christian Borchert, Eberhard Klöppel, Harald Hauswald, Fritz Eschen und Konrad Hoffmeister heraus. Mit der zweibändigen Anthologie „Das pure Leben“ stellt er eine Sammlung von Fotografien der namhaftesten Fotokünstler der DDR zusammen, die als Bildroman über das Alltagslebens in der DDR betrachtet wurde. 2012 erschien sein in der Tradition der Objets trouvés stehendes Fotobuch „Galerie der Straße“.

Veröffentlichungen zur Literatur- und Kulturgeschichte (Auswahl)

Herausgegebene Fotobücher

Kuratierte Ausstellungen (Auswahl)

Eigene Fotobücher

Eigene Ausstellung

Quellen

Personendaten
NAME Bertram, Mathias
KURZBESCHREIBUNG deutscher Publizist und Buchgestalter
GEBURTSDATUM 22. Januar 1960
GEBURTSORT Berlin