Mathias Neckermann (* 29. April 1838 in Neunburg vorm Wald; † 11. Februar 1919 ebenda) war ein deutscher Färber- und Bürgermeister sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.
Mathias Neckermann erlernte nach dem Besuch der Volksschule den Beruf des Färbers und arbeitete als Geselle in Tirol, Vorarlberg, Württemberg, Sachsen, Westphalen und in der Schweiz, bevor er sich 1866 selbständig machte. Er führte außerdem ein Schnittwarengeschäft mit einer alleinigen Niederlassung in Neunburg. Neckermann engagierte sich in der Politik und wurde Mitglied der Zentrumspartei. 1873 war er Gemeindebevollmächtigter (heute: Ratsmitglied) und die Neunburger Bürger wählten ihn 1876 zu ihrem Bürgermeister. Dieses Amt übte er bis 1886 aus. Mit dem Amt verbunden war die Tätigkeit im Distriktsrat, wo er bis 1887 einen Sitz hatte.
Von 1887 bis 1899 hatte er ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Er wurde gewählt im Wahlkreis Cham. Er hatte einen Sitz im Ausschuss zur Berathung der Gesetzentwürfe, betr. die Herstellung von Bahnen lokaler Bedeutung in der Pfalz. Dieser Ausschuss spielte bei der Vergabe von Aufträgen eine entscheidende Rolle. So erhielt der Unternehmer Josef Carl Peter Neckermann (1868–1928), sein Cousin, den Zuschlag für die Lieferung der Kohle für den Betrieb der expandierenden Bayerischen Eisenbahnen.
| Personendaten | |
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| NAME | Neckermann, Mathias |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Faärber- und Bürgermeister, Mitglied des Bayerischen Landtags (Zentrumspartei) |
| GEBURTSDATUM | 29. April 1838 |
| GEBURTSORT | Neunburg vorm Wald |
| STERBEDATUM | 11. Februar 1919 |
| STERBEORT | Neunburg vorm Wald |