Mathias Soiron

Mathias Soiron (* 29. Januar 1748 in Maastricht; † 1. April 1834 ebenda) war ein niederländischer Baumeister, Dekorateur und Möbeldesigner.

Leben und Wirken

Haus Soiron, Maastricht
Militärwachstube, Graanmarkt, Maastricht
St. Medarduskirche, Tongern-Vreren
Vorhof des Schlosses Neubourg, Gulpen

Mathias Soiron war der Sohn von Matthieu Soiron, bei dem er vermutlich seine Ausbildung genoss, und der Lucia Ernou (1726–1786). Er gehörte einer über Belgien hinaus bekannten Künstlerfamilie mit Steinmetzen, Tischlern und Silberschmieden an. Soiron war vor allem als Baumeister und Dekorateur in Maastricht, wo er die Ernennung zum Stadtbaumeister erhielt und Umgebung tätig. Er schuf Kunstwerke im barocken, Empire und klassizistischem Stil, vorwiegend im Stil Louis-seize und im Praeklassizismus. Darüber hinaus schuf Soiron sich einen hervorragenden Ruf als Designer für Stühle, Tische, Kommoden, Sekretäre, Spiele, Billardtische und Himmelbetten.

Mathias Soiron war verheiratet mit Sophia Elisabeth L'Herminotte (1754–1838). Das Paar ist in Bemelen beerdigt. Ihr Sohn François wurde Pastor in Bemelen.

Einige von Mathias Soirons Zeichenbüchern befinden sich im Regional Historischen Zentrum von Limburg. Sie vermitteln einen Eindruck seiner historischen Häuser in Maastricht und seiner Ausbildung während des Baues von Schloss Wickrath.

Werke

Belgien

Niederlande

Unbekannt:

Posthum:

Literatur

Commons: Mathias Soiron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Löhr, S. 18, Anm. 44: „Rijksarchiv Maastricht, Handschriftensammlung 100, III 73; IV 385; V 325; 386 A; 459; 461; X 209. Zur Genealogie der Familie Soiron s. J. Verzijl, De archtectenfamilie Soiron, in: Limburgse Leeuw 11, 1963, S.73-86, L. J. Morreau, Bijdrage Soiron, in: ebd. 12, 1964, S.93-99.“
  2. ↑ Gesamtfassade des vor 1937 abgetragenen Regierungsgebäudes. Soiron, Mathias. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 31: Siemering–Stephens. E. A. Seemann, Leipzig 1937, S. 219 (biblos.pk.edu.pl).
  3. 1 2 Marcel Bauer, Frank Hovens, Anke Kappler, Belinda Petri, Christine Vogt, Anke Volkmer: Unterwegs auf Couvens Spuren. Grenzecho-Verlag, ISBN 90-5433-187-9.
  4. ↑ Soiron, Mathias. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 31: Siemering–Stephens. E. A. Seemann, Leipzig 1937, S. 219 (biblos.pk.edu.pl).
  5. ↑ Stuckarbeiten in Kasteel Wolfrath (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
Personendaten
NAME Soiron, Mathias
KURZBESCHREIBUNG niederländischer Baumeister, Dekorateur und Möbeldesigner
GEBURTSDATUM 29. Januar 1748
GEBURTSORT Maastricht
STERBEDATUM 1. April 1834
STERBEORT Maastricht