Will arbeitet in den Bereichen Performance, Installation, Grafik, Malerei, Film und Literatur. Seine Performances und Installationen zielen häufig auf Unterbrechungen alltäglicher Routinen, seine filmischen Arbeiten zeichnen sich durch einen nicht-narrativen, experimentellen Ansatz aus. Auch seine Malerei und Grafik thematisieren oft Übergänge, Wiederholungen und das Alltägliche. Als Autor verfasst er Kurzgeschichten, die in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht wurden. Seit 2022 nimmt Will regelmäßig an der öffentlichen Lesereihe Hamburg liest draußen teil, die vom Writers Room Hamburg organisiert wird.
Film
1993 entstand in Zusammenarbeit mit Martin Heckmann der dokumentarische Filmessay OWO (45 Min., 16mm), der auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival in Leipzig Premiere hatte und im Material Verlag der HFBK Hamburg in der Sammlung Von Politik, Sex und anderen Dingen veröffentlicht wurde. 1997 folgte der experimentelle Spielfilm Gesichte (30 Min., 16mm, Farbe), Premiere in Hamburg. 2016 präsentierte er den Kurzfilm Identity – Identität (11 Min.) auf dem Festival BIDEODROMO in Bilbao. Sein Kurzfilm MyLandMyPeople hatte 2021 Premiere beim Festival „Frostbite“ in Colorado Springs.
Publikationen
Mathias Will veröffentlichte seit den 1980er-Jahren zahlreiche Kurzgeschichten, unter anderem in folgenden Publikationen:
Das Urteil. In: Michael Batz (Hrsg.): Wut in der Republik – Klartexte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1987, ISBN 3-499-18413-3, S. 95–97.
Idealer Bittbrief. In: Decision – Zeitschrift für deutsche und französische Literatur. Nr. 36 (1997), herausgegeben von Stefanie Weh, ISSN0935-8110, S. 44–47.
Blaue Lagune. In: Jürgen Abel, Robert Galitz, Wolfgang Schömel (Hrsg.): Hamburger Ziegel – Jahrbuch für Literatur. Band 7. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2000, ISBN 3-933374-65-0, S. 375–377.
Das Fundstück. In: Sven Amtsberg, Heine Sven (Hrsg.): Kaffee.Satz.Lesen 1–12. Mairisch Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-938539-03-8, S. 135–138.
Beiträge zum Hamburger Literaturtelefon / Weblesungen, u.a. „Die U-Boot Fahrer“, „Fire – I think this will burn“, „Liebe / Schmerz“ Audiobeiträge
2012, 2014, 2015: Einzelausstellungen im Rahmen der Ausstellungsreihe puzzelink_evidenz
2024: Drei maskierte Männer im Morgengrauen gegen einen Baum, Die Bedürfnisanstalt, Hamburg
Gruppenausstellungen
2004: Das Auto und Ich, das Auto an sich, Videoinstallation im Feld für Kunst, Hamburg
2005: Nebelscheinwerfer / Die goldene Karosse, mit Ralf Jurszo, Einstellungsraum e.V., Hamburg
2009–2018: Langzeitprojekt Lieblicher Ort in Hamburg, Spaziergänge mit Lesungen und Performances im öffentlichen Raum, in Zusammenarbeit mit Ralf Jurszo und KIÖR e.V., gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg.
2012: Teilnahme an der Ausstellung Position, Katalog im Verlag für permanente Kunst
2013: Galerie beim Engel, Luxemburg, gemeinsam mit Robi Gottlieb und Iris Schieferstein (Einladung des Ministère de la Culture)
2025: GUT. WAHR. SCHÖN., Gruppenausstellung in der Fabrik der Künste, Hamburg
2025: Performance im Rahmen des MEM – Festival Internacional de Artes, Bilbao
Stipendien
2021 erhielt Mathias Will ein Stipendium der VG Bild-Kunst und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) zur Entwicklung des Projekts Bretons Nadja in Berlin.
Mitgliedschaften
Mathias Will ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK) sowie in der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK).
↑taz, 17. Juli 1997: „Der Kuss nach dem Sprung“, Artikel von Katja Fiedler zur Premiere des Films „Gesichte“. Hinweis: Der Name des Regisseurs wird im Artikel fälschlich als „Mathias Wil“ wiedergegeben – gemeint ist Mathias Will.
↑Position / Forum Ausstellung. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Verlag für permanente Kunst, Hamburg 2012, ISBN 978-3-944173-90-0. Enthält redaktionelle Beiträge zu Performancepraxis und zur Arbeit von Mathias Will.