Mathilde Seigner

Mathilde Seigner, 2009

Mathilde Seigner (* 17. Januar 1968 in Paris) ist eine französische Schauspielerin.

Leben

Mathilde Seigner wurde 1968 als Tochter eines bekannten Fotografen und einer Journalistin in eine Künstlerfamilie hineingeboren. Ihr Großvater war der in Frankreich hoch angesehene Louis Seigner (1903–1991), Doyen der Comédie-Française, ihre Tante die Schauspielerin Françoise Seigner. Sie ist die Schwester der Schauspielerin Emmanuelle Seigner und der Sängerin Marie-Amélie Seigner.

Die als „burschikos“ beschriebene Schauspielerin absolvierte ihre Ausbildung am renommierten Pariser Cours Florent, wo auch die Karrieren von Isabelle Adjani, Christopher Lambert oder Sophie Marceau begannen. Ihr Spielfilmdebüt gab Seigner 1994 an der Seite ihrer älteren Schwester Emmanuelle mit einer Nebenrolle in Claude Millers Tragikomödie Das Lächeln. Der Durchbruch gelang ihr bereits mit ihrer zweiten Filmrolle in Christine Carrières Erstlingsfilm Rosine. Der Part der jungen und unter Stimmungsschwankungen leidenden Mutter, die mit der Rückkehr ihres verschwundenen Ehemannes konfrontiert wird, brachte ihr 1995 den Prix Michel Simon ein.

Seither folgten regelmäßig Auftritte in weiteren Kinoproduktionen. So war Seigner als Schwester eines Transvestiten-Showstars (gespielt von Johnny Hallyday) in Eine saubere Affäre (1997) oder als rüde und selbstmordgefährdete Samantha in Tonie Marshalls Erfolgshit Schöne Venus (1999) zu sehen, während sie in Christian Carions Filmdebüt Eine Schwalbe macht den Sommer an der Seite von Michel Serrault eine junge Städterin spielte, die vom Leben auf dem Land träumt. Für Eine saubere Affäre und Schöne Venus war sie jeweils in der Kategorie Beste Nebendarstellerin für den César nominiert. Eine weitere César-Nominierung erhielt sie 2001 für Dominik Molls preisgekrönte schwarze Komödie Harry meint es gut mit dir, in der sie sich gemeinsam mit Filmehemann Laurent Lucas eines psychopathischen Schulkameraden (gespielt von Sergi López) erwehren muss.

Zeitweilig gehörte Mathilde Seigner, die auch Theater spielt, zu den bekanntesten und bestbezahlten Schauspielerinnen Frankreichs. 2006 belegte sie mit einer Jahresgage von 800.000 Euro Platz drei hinter Josiane Balasko und Karin Viard. Im Jahr 2008 führte sie mit Gagen von 2,8 Mio. Euro die in Le Figaro veröffentlichte Liste an.

Seigner, die in der Vergangenheit unter anderem mit Anthony Delon, dem Sohn von Alain Delon, liiert war, lebt seit 2006 mit dem Kameramann Mathieu Petit zusammen, den sie bei den Dreharbeiten zu 3 amis (2007) kennenlernte. Aus der Beziehung ging ein gemeinsamer Sohn hervor, der am 10. August 2007 geboren wurde.

Filmografie (Auswahl)

Theater

Auszeichnungen

Seigner 2019 in Cannes
Commons: Mathilde Seigner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Vgl. Essen, Lachen, Blödsinn machen. In: Stern, Nr. 34, 15. August 2002, S. 148.
  2. ↑ Vgl. Depardieu, Reno et Clavier acteurs les mieux payés en 2005. In: La Nouvelle République du Centre Ouest, 21. Februar 2006, S. IV.
  3. ↑ Vgl. Daniel Auteuil et Mathilde Seigner acteurs français les mieux payés. In: L’Indépendant, 27. Februar 2008.
  4. ↑ Vgl. En bref. In: Le Parisien, 15. August 2007, S. 23.
  5. ↑ François Berléand et Mathilde Seigner dans Nina au Théâtre Edouard VII, Sortir à Paris, abgerufen am 25. September 2023
  6. ↑ Joelle Gayot: Au Théâtre de la Madeleine, Mathilde et sans nuance dans «Bungalow 21» Le Monde, 11. September 2023, abgerufen am 25. September 2023
Personendaten
NAME Seigner, Mathilde
KURZBESCHREIBUNG französische Schauspielerin
GEBURTSDATUM 17. Januar 1968
GEBURTSORT Paris