Mattesland

Mattesland (slowak. Matúšova zem, ung. Mátyusföld) war vom 14. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts eine häufige Bezeichnung für das Gebiet der heutigen West- und Mittelslowakei (insbesondere für das Gebiet östlich der Kleinen Karpaten und nördlich der Kleinen Donau).

Begriffsgeschichte

Der Name ist von der Tatsache abgeleitet, dass das Gebiet im 14. Jahrhundert von Matthäus Csák beherrscht wurde. Der Begriff erscheint zunächst in slowakischen/lateinischen Texten, seit dem 16. Jahrhundert ist er auch in ungarischen Texten nachgewiesen.

Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Begriff in den Texten verschiedener Autoren in verschiedener Weise eingeengt, so dass spätestens seit dem 19. Jahrhundert die genaue Eingrenzung des Matteslandes unklar ist. Hinzu kam das Problem, dass der Begriff im Slowakischen als lebendige geographische Bezeichnung völlig außer Gebrauch gekommen ist, während er im Ungarischen zum Teil weiterhin verwendet wurde, und zwar mit der Einschränkung, dass die nördliche Grenze des Matteslandes nunmehr mit der nördlichen Grenze der magyarischen Besiedlung der Slowakei gleichgesetzt wurde.

Definitionen

Beispiele für neuere Definitionen des Matteslands bei ungarischen und slowakischen Autoren:

Nach den meisten Definitionen handelt es sich um ein Flachland, das sowohl magyarische als auch slowakische Siedlungen umfasst. Traditionelle Beschäftigung war und ist Landwirtschaft. Das Zentrum der Region ist die Stadt Galanta.