Matthaeus Collinus

Matouš Collinus z Chotěřiny
Gedenktafel des M. Collinus, 1566
(Aula des Karolinums in Prag)

Matthaeus Collinus, auch Collinus von Choterina, (tschechisch Matouš Collinus z Chotěřiny; * 1516 in Kouřim; † 4. Juni 1566 in Prag) war ein tschechischer Humanist.

Leben

Matthaeus war ein Sohn des Wenzel Collin und studierte ab 1530 an der Universität Wittenberg, unter anderen bei Philipp Melanchthon, mit dem er auch nach seinem Studium in regem Austausch blieb. 1540 kehrte er als Magister nach Prag zurück. Dort lehrte er von 1541 bis 1566 als Professor (Lektor) an der Karls-Universität Prag die griechische Sprache und die lateinische Sprache und Literatur und war Mittelpunkt eines lateinisch-humanistisch gebildeten Dichterkreises. Nach Vermittlung des adligen Mäzens Jan Hodějovský z Hodějova, ebenfalls Humanist, Gelehrter, Sänger und Musiker, erhielt er 1542 ein Wappen und führte nach dessen Geburtsort den Namenszusatz Collinus von Choterina (z Chotěřiny). Seine Ansichten, geprägt von dem Reformator Martin Luther und Angriffe gegen utraquistische Geistliche führten zu Auseinandersetzungen an der Universität.

Neben seinem Lehrtätigkeit an der Karls-Universität unterhielt Collinus in Prag seit 1543 ein privates Internat für adlige und vermögende Schüler. Nach seiner Heirat 1546 kaufte er ein Haus mit Garten in der Prager Neustadt, wo er das Internat bis zu seinem Tod 1566 weiterführte.

Werke

Collinus schrieb überwiegend in lateinischer Sprache. Er hinterließ theologische, pädagogische, vor allem aber poetische Werke.

Poesie

Lehrbücher

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Collinus, Matthäus. In: Heinz Scheible (Hrsg.): Melanchthons Briefwechsel. Band 11, Personen A–E. Stuttgart–Bad Cannstatt 2003, S. 298–299.
Personendaten
NAME Collinus, Matthaeus
ALTERNATIVNAMEN Collinus z Chotěřiny, Matouš
KURZBESCHREIBUNG tschechischer Lehrer und Schriftsteller
GEBURTSDATUM 1516
GEBURTSORT Kouřim
STERBEDATUM 4. Juni 1566
STERBEORT Prag