| Max Макс | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Hauptentwickler | VK |
| Entwickler | VK |
| Erscheinungsjahr | 26. März 2025 |
| Aktuelle Version | 26.6.2 |
| Betriebssystem | Android, iOS, macOS, Windows, Linux |
| Programmiersprache | Node.js, Kotlin, Swift, Objective-C, TypeScript, C++, Java |
| Kategorie | Super-App (Instant Messenger, Zahlungsdienste und weitere Funktionen) |
| Lizenz | proprietäre Lizenz |
| deutschsprachig | nein |
| max.ru | |
Max (russisch: Макс, [ˈmaks] MAKS) ist eine russische Messenger- und E-Commerce-App, die 2025 von VK veröffentlicht wurde. In Analogie zur chinesischen Plattform WeChat wird Max zu einer universellen mobilen Anwendung (Super-App) ausgebaut, die neben Kommunikationsfunktionen auch den Empfang elektronischer staatlicher Daten, die Identitätsprüfung mithilfe einer digitalen ID, die Verwendung einer verstärkten elektronischen Signatur und die Durchführung von Zahlungen ermöglichen soll.
Für die Registrierung im Messenger ist eine gültige russische oder belarusische Handynummer erforderlich. Eine Registrierung mit einer virtuellen Nummer ist nicht möglich.
Der Messenger wird von der „Communication Platform“ LLC betrieben, einer Tochtergesellschaft von VK.
Seit September 2025 wird Max mit Unterstützung der russischen Regierung verbreitet, während die russische Kommunikationsregulierungsbehörde Roskomnadsor Beschränkungen für die Nutzung anderer Messenger-Anwendungen erlassen hat.
Im Mai 2022 wurde eine VK-Messenger-App veröffentlicht, die jedoch Schwierigkeiten hatte, Nutzer zu gewinnen. Im Jahr 2024 begann das Unternehmen VK mit der Entwicklung eines neuen Messengers. Am 25. März 2025 informierten Vertreter von VK die Wirtschaftszeitung Wedomosti über die Entwicklung einer Betaversion von Max und stellten die Messaging-Funktionen, integrierte Zahlungssysteme für die VTB Bank und Alfa-Bank sowie Geschäftstools zum Erstellen von Mini-Apps und Chatbots vor. Der Messenger sollte unabhängig von der VK-App sein. Eine Betaversion der mobilen App stand am nächsten Tag zum Download bereit.
Am 4. Juni 2025 erklärte der Minister für digitale Entwicklung, Maksut Schadajew, bei einem Treffen zwischen Wladimir Putin und Mitgliedern der russischen Regierung, dass Max zu einem offiziellen nationalen Messenger Russlands ausgebaut werden soll, ähnlich den nationalen Messengern anderer Länder, und nannte als Beispiele Line (Japan), KakaoTalk (Südkorea), Zalo (Vietnam) und WeChat (China).
Am 24. Juni 2025 wurde das föderale Gesetz „Zur Schaffung eines multifunktionalen Informationsaustauschdienstes“ veröffentlicht, das die rechtliche Grundlage für die Einführung eines nationalen Messengers schuf. Ab dem 1. September 2025 musste Max auf den entsprechenden, in Russland verkauften Mobilgeräten vorinstalliert sein. Am 25. Juni kündigte Senatorin Olga Jepifanowa an, dass Gosuslugi in Max integriert wird. Im Juni kündigte das Unternehmen VKontakte ein Bug-Bounty-Programm mit einer Belohnung von bis zu 5.000.000 ₽ für die Meldung von Sicherheitslücken in der App an.
Seit September 2025 schränkt die russische Kommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor die Nutzung von WhatsApp und Telegram ein. Gleichzeitig wird die Max-App massiv beworben.
Am 3. Juni 2026 entfernte Apple die Max-App aus dem App Store. Apple gab als Begründung Sanktionen an. Bereits installierte Versionen blieben weiterhin funktionsfähig.
Im Laufe des Jahres 2026 wurde die Nutzung von Max insbesondere in staatlichen Einrichtungen und im Bildungswesen vorangetrieben, wobei Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, Lehrkräfte, Studierende und Schüler teilweise zur Verwendung des Messengers verpflichtet wurden. An einer Moskauer Schule wurde das Lehrpersonal im März 2026 angewiesen, die Kommunikation mit Eltern, die Übermittlung von Hausaufgaben und weitere schulische Angelegenheiten auf Max umzustellen. An einer Universität in Sankt Petersburg wurde Studierenden vor Beginn des Studienjahres mitgeteilt, dass sie ohne einen über Max generierten QR-Code keinen Zugang zu Universitätsgebäuden oder Wohnheimen erhalten würden.
Der Messenger Max, der in russische Regierungsdienste wie Gosuslugi integriert ist, steht wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten und der Wahl der technischen Komponenten in der Kritik. Berichten zufolge sammelt und speichert die Anwendung Nutzermetadaten, darunter IP-Adressen, Kontaktlisten und Aktivitätszeiten. Die Datenschutzrichtlinie erlaubt die Weitergabe dieser Daten an Dritte, darunter auch staatliche Behörden.
IT-Experten haben festgestellt, dass der Messenger Max überprüft, ob der Benutzer über ein VPN verfügt.
Eine im September 2026 veröffentlichte technische Untersuchung von Forschenden der University of Michigan, der University of Calgary, des Georgia Institute of Technology und des Indian Institute of Technology Delhi analysierte anhand der russischen Android-Version von Max die Zugriffsmöglichkeiten der Anwendung auf die in ihr ausgeführten Mini-Apps. Die Forschenden untersuchten insgesamt 90 Mini-Apps aus Bereichen wie Gesundheitswesen, staatliche Dienstleistungen, Bankwesen, Telekommunikation und Handel.
Die Untersuchung zeigte, dass Max ohne besondere Systemberechtigungen und ohne Benachrichtigung der Nutzer Bildschirmaufnahmen der innerhalb der Anwendung ausgeführten Mini-Apps erstellen kann. Dadurch können auch noch nicht abgeschickte Formulareingaben und andere nur auf dem Bildschirm sichtbare Informationen erfasst werden. Die Anwendung besitzt zudem vollständigen Lese- und Schreibzugriff auf die lokal gespeicherten Daten der Mini-Apps, darunter Cookies und andere Sitzungsinformationen.
Darüber hinaus kann Max eigenen JavaScript-Code in die Mini-Apps einschleusen, deren Netzwerkverkehr vermitteln und auf die für ihre Authentifizierung verwendeten Daten zugreifen. Diese Möglichkeiten erlauben es der Anwendung technisch auch, Inhalte und Funktionen der Mini-Apps zu verändern oder gegenüber den darin eingebundenen Diensten die Identität eines Nutzers anzunehmen, ohne dass dieser davon erfährt.
Die Zugriffsmöglichkeiten ergeben sich aus der Architektur von Super-Apps, bei der die eingebundenen Mini-Apps unter der Sicherheitsidentität der übergeordneten Anwendung ausgeführt werden und das Betriebssystem keine eigenständige Zugriffskontrolle für sie bereitstellt. Sie beschränken sich auf das Ökosystem der Super-App und ermöglichen Max keinen unmittelbaren Zugriff auf die Inhalte separat installierter Anwendungen wie Telegram oder WhatsApp.
Die Forschenden konnten keinen aktiven missbräuchlichen Einsatz dieser technischen Möglichkeiten durch Max nachweisen; die Untersuchung belegt somit die bestehenden Zugriffsmöglichkeiten, nicht aber eine tatsächlich durchgeführte Überwachung auf dieser Grundlage. Die Informatikerin Roya Ensafi von der University of Michigan bezeichnete die Architektur der Anwendung als potenziellen Zugang zur Überwachung des gesamten Mini-App-Ökosystems und verwies auf die Möglichkeit, darüber auch Schadcode einzuschleusen oder Cyberangriffe durchzuführen.

Im Sommer 2026 entwickelte sich Max zum meistgenutzten Messenger Russlands. Trotz der hohen Verbreitung blieb die Bedeutung der Plattform für die Nachrichtenverbreitung hinter derjenigen von Telegram zurück, da nur wenige öffentliche Kanäle auf Max eine vergleichbare Reichweite erzielten.
Seit Juni 2025 umfassen die Max-Funktionen persönliche Chats und Gruppenchats, Sprachnachrichten, Anrufe, Videoanrufe, die Übertragung von Dateien mit bis zu 4 Gigabyte, Sticker, Emojis, Tools zum Erstellen von Chatbots und Mini-Apps sowie einen KI-Chat namens GigaChat. Der Messenger verfügt über die Möglichkeit, Geld zwischen Benutzern über das Fast Payment System (FPS) zu überweisen.
Die Plattform bietet darüber hinaus eine gemeinsame Umgebung für Mini-Apps, über die unter anderem Bankgeschäfte und staatliche Dienstleistungen abgewickelt werden können.
Max Messenger ist in Node.js, Kotlin, Swift, Objective-C, TypeScript, C++ und Java geschrieben. Er funktioniert auf den Betriebssystemen Windows, macOS, Android und iOS. Neben der mobilen Anwendung ist der Messenger als Webanwendung (web.max.ru) und als Desktop-Client verfügbar.
Nach Untersuchungen des Quellcodes enthält der Messenger Codefragmente des früheren VK-Messengers TamTam.