Max L. Birnstiel (* 12. Juli 1933 in Bahia, Brasilien; † 15. November 2014 in Männedorf bei Zürich) war ein Schweizer Molekularbiologe und Gründungsdirektor des Wiener Forschungsinstituts für Molekulare Pathologie (IMP). Gemeinsam mit seinem Studenten Hugh Wallace gelang Birnstiel 1965 die erste Isolierung eines Gens, mehrere Jahre vor der Entwicklung von Klonierungstechniken. 1980 beschrieb Birnstiel erstmals einen Enhancer.
Max L. Birnstiel besuchte von 1945 bis 1951 die Kantonsschule in Zürich. Von 1952 bis 1959 studierte er physikalische Chemie und Botanik an der ETH Zürich, wo er mit seiner Dissertation zum Thema Über das Redoxpotential lebender und absterbender Pflanzengewebe (Tabakverbräunung) promoviert wurde.
Von 1960 bis 1963 arbeitete er als Post-Doktorand an der Abteilung für Biologie des California Institute of Technology in Pasadena (Kalifornien) (USA) bei James Bonner. Ab 1963 war er Vortragender (Lecturer) an der University of Edinburgh, 1972 wechselte er an das Institut für Molekularbiologie der Universität Zürich, wo er bis 1986 Professor und Institutsvorstand war.
Von 1986 bis 1996 war er Direktor des neu gegründeten Wiener Forschungsinstituts für Molekulare Pathologie (IMP).
1997 gründete er mit Kollegen die Intercell AG als Ausgründung des IMP, wo er bis 2002 tätig war. 2017 wurde die Max Birnstiel Stiftung gegründet, die sich der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Molekularbiologie widmet. Gemeinsam mit dem IMP etablierte die Stiftung 2019 den „International Birnstiel Award“ für Doktoranden in molekularen Lebenswissenschaften.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Birnstiel, Max |
| ALTERNATIVNAMEN | Birnstiel, Max L. |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Molekularbiologe |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1933 |
| GEBURTSORT | Bahia, Brasilien |
| STERBEDATUM | 15. November 2014 |
| STERBEORT | Männedorf bei Zürich |