Maximilian „Max“ Edelbacher (* 22. Oktober 1944 in Wien; † 30. März 2026) war ein österreichischer Polizeihofrat, Jurist, Leiter des Wiener Sicherheitsbüros (der zentralen Kriminaldienststelle vor der Polizeireform), Fachbuchautor, Gastdozent und TV-Krimidarsteller.
Nach seinem Studienabschluss 1968 zum Mag. jur. an der Universität Wien und seiner Gerichtspraxis leistete Max Edelbacher seinen Präsenzdienst beim Bundesheer bevor er bei der Bank Austria zu arbeiten begann. Am 1. April 1972 trat er der Bundespolizeidirektion Wien bei und blieb dort bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006.
1972 begann Max Edelbacher als Konzeptsbeamter im Rang eines provisorischen Polizeikommissärs im Bezirkspolizeikommissariat (Koat) Meidling in Wien, anfangs als Verwaltungsjurist; bald wechselte er zur Bearbeitung von Kriminalfällen. Nach Wechsel in die Koate Margareten und Währing sowie erfolgreich absolvierten Prüfungen wurde er 1974 Strafreferent im Koat Innere Stadt und schließlich 1976 ins Sicherheitsbüro (SB) zu den Bereichen Diebstahl, Betrug, Fälschung und Prostitutionswesen versetzt.

Das Wiener Sicherheitsbüro wurde 1858 durch kaiserliche Anordnung als Central Bureau gegründet. Zur Zeit des Dienstantrittes von Max Edelbacher war es weltweit als sehr effiziente Kriminaldienststelle bekannt. Im ersten Dienstjahr gelang der von Edelbacher geleiteten Gruppe die Aushebung der sogenannten „Mercedes-Bande“, eines europaweit organisierten Autodiebstahlsringes. Später war er federführend bei der Verhaftung der österreichischen Hardrock-Damenband Why Not als Falschgeldverteilerinnen. 1980 war er einige Zeit beim Chicago Police Department, beim United States Secret Service und dem FBI zu Studienzwecken. 1986 übernahm Edelbacher die Leitung der Mordkommission. In dieser Zeit bearbeitete er die Fälle der „Todesengel von Lainz“, Jack Unterwegers, und die Favoritner Mädchenmorde mit.
Nach mehreren Karriereschritten wurde er 1988 zum Leiter des Sicherheitsbüros berufen und blieb dies bis zu dessen Ende. Wegen seiner Kritik an der bevorstehenden „Polizeireform 2002“, die zur Auflösung des Sicherheitsbüros führen sollte, wurde er 2001 in den Aufbaustab des Bundeskriminalamtes berufen. Im Oktober 2002 löste Innenminister Ernst Strasser das Sicherheitsbüro tatsächlich auf, und Edelbacher kam nach Favoriten als Leiter des Kriminalkommissariates Süd.
Bekannt wurde 2005 seine kritische Analyse der Operation Spring sowie die Auseinandersetzung mit dem Fall Natascha Kampusch in seinem Buch Polizei Inside: Was läuft falsch?. Zusammen mit seinen ehemaligen Kollegen Herwig Haidinger und Wolf Szymanski kritisierte Edelbacher 2008 in einem Zeitungsartikel, dass sich insbesondere im städtischen Bereich die Qualität der Polizeiarbeit verschlechtert habe.
Am 31. Juli 2006 ging Max Edelbacher in den Ruhestand.
Als Gastdozent war er seit 1995 an verschiedenen Universitäten und Institutionen tätig:
Als Experte nahm er an den parlamentarischen Unterausschüssen von 1992 (Gewerbeordnung), 1993 (Untersuchungshaftreform), 1997 (Suchtgiftgesetznovelle) und 2003/04 (Strafprozessnovelle) teil. Außerdem war er leitendes Mitglied mehrerer nationaler und internationaler Kriminalisten-Organisationen. Darunter:
Mit der Wienerlied-Combo Wiener Blue(s) hatte er ab 2005 einige Auftritte als Sänger und Mitgestalter von Musik-CDs. Zum Thema Polizeigeschichten und Moritatenlieder gab es Veranstaltungen im Böhmischen Prater, im Wiener Kriminalmuseum, in der Kulisse Wien, im Wiener Metropol, im Donaupark sowie an anderen Veranstaltungsorten in einigen österreichischen Bundesländern.
Edelbacher war in der ersten Folge der ORF-Late-Night-Show Willkommen Österreich am 31. Mai 2007 zum Generalthema Angst vor Verbrechen zusammen mit dem Kabarettisten Josef Hader zu Gast.
Im Club 2 am 8. Juli 2009 zum Thema Wo beginnt Korruption?, geleitet von Rudolf Nagiller, diskutierten Max Edelbacher, Franz Fiedler, Walter Geyer, Helga Rabl-Stadler und Hubert Neuper.
Im Kinofilm Der Räuber (Bayerischer Filmpreis 2009, Weltpremiere 26. Februar 2010, Österreichischer Filmpreis 2011) spielte Max Edelbacher den Kommissar Seidl.
Die Odeon Entertainment (aufgegangen in der Madame Zheng Production) in München, drehte im September 2019 die True-Crime-Serie Killerfrauen, die weibliche Art zu töten (8 Episoden) zu den sogenannten Mordschwestern von Lainz („Todesengel von Lainz“). Laut vormaliger Website der Odeon Entertainmaint wurde unter Mitwirkung von Rechtsanwalt Herbert Eichenseder und Max Edelbacher gedreht.
Bei der Nationalratswahl 2013 kandidierte Edelbacher für das Team Stronach.
Edelbacher war verheiratet und hatte einen Sohn. Am 30. März 2026 starb er im Alter von 81 Jahren. Seine Urne wurde am 29. April 2026 auf dem Friedhof Döbling bestattet.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Edelbacher, Max |
| ALTERNATIVNAMEN | Edelbacher, Maximilian |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Polizeihofrat, Autor und TV-Darsteller |
| GEBURTSDATUM | 22. Oktober 1944 |
| GEBURTSORT | Wien, Österreich |
| STERBEDATUM | 30. März 2026 |