Max Frei-Sulzer

Max Frei-Sulzer (* 8. März 1913 in Zürich; † 14. Januar 1983 in Thalwil) war ein Schweizer Kriminalist.

Leben

Der promovierte Botaniker war Leiter des Wissenschaftlichen Dienstes der Stadtpolizei Zürich und Dozent für Kriminalistik an der Universität Zürich. Ab 1949 arbeitete er in der Schweiz erfolgreich und international anerkannt auf dem Gebiet der Mikrospurenuntersuchung. Er führte dazu das Klebbandverfahren (bei dem an Tesa-Film, Scotch-Tape oder ähnlichen Klebebändern ansonsten kaum sichtbare Mikrospuren haften bleiben) 1951 in die Kriminalistik ein. 1973 erhob er Pollenbefunde am Turiner Grabtuch, welche die Echtheit des Grabtuches bekräftigen sollten.

Bekannt wurde er auch dadurch, dass er die Hitler-Tagebücher fälschlicherweise für echt hielt. Im Fall Gross mitverursachte Frei-Sulzer durch sein später widerlegtes Gutachten, dass ein Unschuldiger zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Er kam nach zwölf Jahren frei.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Vollrath Hopp: Grundlagen für die chemische Technologie in der betrieblichen Ausbildung. Verlag Chemie, Weinheim / New York 1978, ISBN 3-527-25682-2, S. 133 (online).
  2. ↑ Jürgen Thorwald: Crime and science: the new frontier in criminology. Harcourt, Brace & World, New York 1967, S. 382 (online).
  3. ↑ Arabella Martínez Miranda: Das Turiner Grabtuch. Echtheitsdiskussion und Forschungsergebnisse im historischen Überblick. Diplomarbeit, Salzburg 2000, S. 32 (online (Memento vom 28. Dezember 2004 im Internet Archive); PDF; 3,1 MB).
  4. ↑ Jürgen Thorwald: Die Stunde der Detektive. Werden und Welten der Kriminalistik. Droemer Knaur, Zürich und München 1966, S. 453–459 und 464 f.
  5. ↑ https://www.malteser-turinergrabtuch.de/spurensuche.html
  6. ↑ Max Dohner: Kleberli machten ihn berühmt, drei Irrtümer berüchtigt. In: Aargauer Zeitung vom 27. April 2013 (Archiv).
Personendaten
NAME Frei-Sulzer, Max
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Kriminalist
GEBURTSDATUM 8. März 1913
GEBURTSORT Zürich
STERBEDATUM 14. Januar 1983