Max Frenkel

Max Frenkel (geboren 14. April 1938 in Zürich; gestorben 14. September 2022 in Zuchwil) war ein Schweizer Journalist.

Leben

Max Frenkel wurde als Sohn des Kaufmanns Hermann Frenkel und seiner Frau Mina Esrin geboren. Nach der Handelsschule studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Zürich und promovierte 1967 bei Werner Kägi.

Von 1967 bis 1987 war er Geschäftsführer der ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit in Solothurn. Gleichzeitig war er von 1970 bis 1973 Generalsekretär der Prospektivkonferenz der Neuen Helvetischen Gesellschaft. Von 1987 bis 2003 arbeitete er als politischer Inlandredaktor der Neuen Zürcher Zeitung (zunächst zuständig für die Westschweiz) und anschliessend bis 2006 als Kolumnist der NZZ am Sonntag. Ebenfalls schrieb er als Kolumnist der Weltwoche und der Basler Zeitung.

Während seiner Zeit bei der NZZ befasste er sich besonders intensiv mit dem damals virulenten Konflikt um nachrichtenlose jüdische Vermögen auf Schweizer Banken und den Folgewirkungen des Zweiten Weltkriegs (neben anderen NZZ-Journalisten vor allem in der Rubrik «Schatten des Zweiten Weltkriegs»). Rückblickend hielt er 2013 fest, als Jude sei er frei gewesen, auch Dinge zu sagen, die bei Nicht-Juden als antisemitisch kritisiert worden wären.

Sein Stil ging zuweilen über die für Kolumnisten typische Personen- und Gesellschaftskritik hinaus, bis hin zu Häme gegenüber Einzelpersonen wie zum Beispiel Micheline Calmy-Rey, Adolf Muschg oder Max Frisch, typischerweise gegenüber Personen des linken politischen Spektrums.

Frenkel gehörte von 1977 bis 1988 als Vertreter der FDP dem Gemeinderat von Zuchwil an. In der Schweizer Armee war er Oberstleutnant. Frenkel war unverheiratet und lebte in Zuchwil. In seinen letzten Lebensjahren litt er an Parkinson. Er wurde auf dem Friedhof seiner Wohngemeinde beerdigt.

Auszeichnungen

Weitere Engagements

Frenkel war Gründer von verschiedenen Organisationen und übernahm verantwortliche Tätigkeiten in folgenden Unternehmen:

Publikationen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Todesanzeige, Neue Zürcher Zeitung, 17. September 2022.
  2. ↑ Nachruf. In: NZZ am Sonntag, 18. September 2022.
  3. ↑ Max Frenkel: «Schatten des Zweiten Weltkriegs». Der Streit um nachrichtenlose Vermögen im Rückblick. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. Juli 2013
  4. ↑ Basler Zeitung vom 27. November 2010 und 14. Mai 2011
  5. ↑ Preisträger, Schweizerische Stiftung für den Doron-Preis, abgerufen am 1. Mai 2019.
Personendaten
NAME Frenkel, Max
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Journalist
GEBURTSDATUM 14. April 1938
GEBURTSORT Zürich
STERBEDATUM 14. September 2022
STERBEORT Zuchwil