Max Haushofer war, nach dem ein Jahr älteren Karl, das zweite Kind aus der Ehe des Landschaftsmalers Max Haushofer und seiner Frau Anna, geb. Dumbser. Die ersten vier Jahre seines Lebens verbrachte er in München. 1845 wurde sein Vater Professor für Landschaftsmalerei an der Prager Kunstakademie. Von 1849 bis 1857 besuchte Max Haushofer das K.K. Deutsche Gymnasium in Prag. 1857 kehrte er nach München zurück. Max Haushofer besuchte für ein Jahr das Maximiliansgymnasium in München, das er 1858 mit dem Reifezeugnis verließ. Anschließend studierte er Nationalökonomie und Statistik an der Universität München. Daraus resultierten seine Promotion 1864 sowie seine Habilitation 1866. Im Herbst 1868 wurde Max Haushofer außerordentlicher Professor, 1880 ordentlicher Professor an der Technischen Hochschule München. Von 1875 bis 1881 vertrat er für die Vereinigte Liberale den Wahlkreis MünchenI in der bayerischen Abgeordnetenkammer.
Neben fachwissenschaftlichen Publikationen veröffentlichte Haushofer Gedichte, Dramen, Erzählungen und Märchen. Zudem schrieb er einige Beiträge für die Süddeutschen Monatshefte.
Haushofer war Mitglied der Münchner Literarischen Gesellschaft und von 1878 bis 1900 Mitglied der Zwanglosen Gesellschaft München.
Aus seiner Ehe mit Adele Fraas (1844–1872), Tochter von Carl Fraas, gingen drei Kinder hervor: Karl Haushofer (1869–1946), ein bedeutender Geograph und Theoretiker der Geopolitik; Marie Haushofer (1871–1940), eine Malerin und Unterstützerin der bürgerlichen Frauenbewegung Münchens und Alfred Haushofer (1872–1943), Maler und Zeichner. In zweiter Ehe war er mit der Schriftstellerin Emma Haushofer-Merk (1854–1925) verheiratet. Das Grab Max Haushofers befindet sich auf Frauenchiemsee.
Veröffentlichungen
Planetenfeuer, Deutsche Erstausgabe, Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart 1899Allerhand Blätter, Originalausgabe 1899, Verlag von Adolf Bonz & Comp., StuttgartGrabstätte Max Haushofer Jun., Friedhof Fraueninsel
Ingvild Richardsen: »Leidenschaftliche Herzen, feurige Seelen«. Wie Frauen die Welt veränderten. S. Fischer, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-10-397457-7, S. 203–206.
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Nachruf in A. Hartleben: Deutsche Rundschau für Geographie und Statistik, Band 29, S. 421 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
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Edith Thieler: Max Haushofer: Literarhistorische Untersuchungen über sein Leben und seine Dichtungen. P. Escher, 1932, S. 21 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
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Anton Bettelheim: Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog. Georg Reimer, 1909, Band 12, S. 75 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
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Georg Mollat: Volkswirtschaftliches Quellenbuch. A.W. Zickfeldt, 1913, S. XVI (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
↑Vgl. die entsprechende Nachricht der Bozner Zeitung vom 12. April 1907, Nr. 83 (Digitalisat); demnach erlag Haushofer einem „mehrjährigen Lungenleiden“.
↑Die Münchner Moderne. Philipp Reclam Jun., Stuttgart 1990, S. 680.
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Zwanglose Gesellschaft: Hundertfünfzig Jahre Zwanglose Gesellschaft München 1837–1987. Universitätsdruckerei und Verlag Dr. C. Wolf und Sohn, München 1987; 159 Seiten.