Max Inzinger

Max Inzinger (* 10. Februar 1945 in Ering; † Juli 2021 in Johannesburg, Südafrika) war ein deutscher Fernsehkoch.

Leben

Max Inzinger kochte in den 1970er Jahren regelmäßig in der ZDF-Sendung Die Drehscheibe und wurde besonders durch seinen in nahezu jeder Sendung wiederholten Satz „Ich habe da schon mal was vorbereitet“ bekannt. Im oberbayrischen Ruhpolding betrieb er ein Restaurant, das seinen Namen trug.

Verheiratet war er mit der Gastronomentochter Heidrun Schwarz. Ende der 1970er-Jahre übernahm er den Vorsitz des Eishockeyvereins EV Rosenheim. 1986 veröffentlichte er sein Kochbuch „Leicht, lecker, schlank mit Max Inzinger“.

Mit einer Beratungsfirma hatte Inzinger kein Glück und erlitt finanzielle Rückschläge. Auch fand er keine Anstellung mehr als Koch. Er wurde verhaftet und saß einige Zeit in Deutschland und in Südafrika in Untersuchungshaft. 1994 wurde er wegen Konkursverschleppung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und 1998 wegen versuchten Betrugs zu 1.000 D-Mark Strafe verurteilt. 2004 wurde ihm vorgeworfen, ein Darlehen von umgerechnet rund 350.000 Euro mit einem jährlichen Zinssatz von 20 Prozent mit zwei Geschäftspartnern für ein Hotelprojekt auf Mallorca erschwindelt zu haben. Im Mai 2010 wurde bekannt, dass Inzinger wegen mehrfachen Betrugs mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde und 2004 nach Südafrika geflüchtet sei, wo er seitdem lebte. Die deutsche Staatsanwaltschaft erklärte: „Die südafrikanischen Behörden haben auf ein Auslieferungs-Ersuchen nicht reagiert“.

Inzinger starb in der ersten Hälfte des Jahres 2021 an den Folgen eines Herzinfarkts.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Trauer um Fernsehkoch Max Inzinger. In: Oberbayerisches Volksblatt. 22. Juli 2021, abgerufen am 23. Juni 2024.
  2. ↑ Essen in den Achtzigern: Als Tsatsiki deutsch wurde. In: Spiegel Geschichte. 19. September 2008, abgerufen am 23. Juni 2024 (Ursprünglich veröffentlicht in einestages).
  3. ↑ Katja Iken: Deutschlands erster Fernsehkoch: Mister Toast Hawaii. In: Spiegel Geschichte. 4. April 2008, abgerufen am 23. Juni 2024 (Ursprünglich veröffentlicht in einestages).
  4. ↑ Simone Thomalla trifft Ralf Möller. In: Frankfurter Rundschau. 20. Mai 2010, abgerufen am 23. Juni 2024 (siehe Abschnitt Max Inzinger verzweifelt gesucht).
  5. 1 2 Kultkoch auf der Flucht. In: Abendzeitung. 19. Mai 2010, abgerufen am 23. Juni 2024.
  6. ↑ Christian Putsch: Max Inzinger beteuert seine Unschuld. In: Die Welt. 12. März 2017, abgerufen am 23. Juni 2024.
Personendaten
NAME Inzinger, Max
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fernsehkoch
GEBURTSDATUM 10. Februar 1945
GEBURTSORT Ering
STERBEDATUM Juli 2021
STERBEORT Johannesburg