Max Jaap (* 26. Juli 1902 in Berlin; † 11. Oktober 1978 in Ost-Berlin) war ein deutscher Filmregisseur.
1902–1945
Max Jaap wuchs in Berlin als Sohn einer deutsch-jüdischen Mutter und eines nicht-jüdischen Vaters auf und machte eine Ausbildung zum Modegestalter. Weil er Jude war, musste er ab 1938 in der IG Farben Zwangsarbeit leisten. Nachdem er nach einem Sabotagefall dort an einer Maschine als Verdächtiger für drei Wochen verhaftet und danach wieder freigelassen worden war, holte ihn der bekannte Schauspieler Heinz Rühmann zur Terra-Filmkunst. Dort war er als Aufnahmeleiter für die Filme Quax in Afrika, Der Engel mit dem Saitenspiel und Sag’ die Wahrheit tätig.
1945–1978
1945 oder 1946 wurde Max Jaap zum Verantwortlichen für Theater und Film im sowjetischen Sektor von Berlin ernannt. Von 1946 bis 1948 leitete er über dreißig Folgen der DEFA-Wochenschau Der Augenzeuge. Danach drehte er Dokumentarfilme, vor allem über kulturelle Themen, darunter auch Theater- und Ballettaufführungen. Am bekanntesten wurde Ludwig van Beethoven (1954, nach dem Buch von Stephan Hermlin), der in der Bundesrepublik wegen seiner tendenziösen Ausrichtung (Beethoven als Vorkämpfer der kommunistischen Revolution) aber nicht gezeigt werden durfte.
Sein Nachlass befindet sich im Filmmuseum Potsdam.
Aufnahmeleitung
Regie
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jaap, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Filmregisseur |
| GEBURTSDATUM | 26. Juli 1902 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 11. Oktober 1978 |
| STERBEORT | Ost-Berlin |