Johann Max Semper (* 29. August 1870 in Altona; † 24. Februar 1952 in Valley) war ein deutscher Geologe und Paläontologe.
Semper studierte ab 1891 an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er 1896 bei Karl Alfred von Zittel über das Klima des Eozän promoviert wurde und danach Assistent war. 1899 habilitierte er sich an der TH Aachen (über Brachiopoden), wurde dort 1922 außerordentlicher Professor und 1924 ordentlicher Professor. 1935 emeritierte er.
Er befasste sich unter anderem mit Paläoklimatologie, geologischer Methodenlehre und schrieb ein Buch über Johann Wolfgang von Goethe als Geologe, das aus einem Auftrag des Goethe Nationalmuseums in Weimar entstanden war, dessen geologischen Nachlass und seine Sammlung zu ordnen. Semper kam zu einer pessimistischen Einstellung zur Idee eines wissenschaftlichen Fortschritts in der Geologie, worauf ihn unter anderem die in seinen paläoklimatischen Untersuchungen auftretenden Widersprüche führten (die ihre Auflösung erst viel später in der Plattentektonik fanden) und wofür er auch ein Beispiel in der Neptunismus-Plutonismus Debatte des 18. Jahrhunderts sah, in die Goethe involviert war. Er befürwortete auch aus paläontologischen Studien Modifikationen der Darwin’schen Selektionstheorie und war ein heftiger Kritiker von Alfred Wegeners Kontinentalverschiebungstheorie.
1930 veröffentlicht er nach einer Orientreise ein kulturanthropologisches Buch Rassen und Religionen im alten Vorderasien. Später in den 1930er Jahren vertrat er nationalsozialistische Ideen.
Er war seit 1950 Ehrenmitglied der Paläontologischen Gesellschaft.
| Personendaten | |
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| NAME | Semper, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geologe und Paläontologe |
| GEBURTSDATUM | 29. August 1870 |
| GEBURTSORT | Altona |
| STERBEDATUM | 24. Februar 1952 |
| STERBEORT | Valley |