Maximilian „Max“ Runze (* 8. August 1849 in Woltersdorf, Kreis Greifenhagen; † 9. Mai 1931 in Berlin) war ein deutscher evangelischer Pfarrer, Abgeordneter und Autor. Er engagierte sich für die Verbreitung der Werke des Komponisten Carl Loewe.
Maximilian Runze wurde als Sohn des Woltersdorfer Pfarrers in eine kinderreiche Familie geboren. Einer seiner Brüder, Georg Runze (* 1852; † 1938), wurde Professor für Theologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin. Maximilian Runze besuchte das Marienstiftsgymnasium in Stettin, wo zu seinen Lehrern Ludwig Giesebrecht und Hermann Grassmann gehörten. Sein Musiklehrer aber war bis 1864 Carl Loewe, über und für dessen Werk Runze später arbeiteten sollte. Nach dem Abitur besuchte Runze die Universität Greifswald. Den Deutsch-Französischen Krieg von 1870–1871 machte er als Freiwilliger im Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm IV.“ (1. Pommersches) Nr. 2 mit. 1876 wurde er Hauslehrer in Russland.
1878 kam Runze nach Berlin, wo er bis zu seinem Lebensende wirken sollte. Er wurde zunächst Lehrer am Domkandidatenstift und promovierte parallel an der Universität Greifswald über Kants Kritik an Humes Skeptizismus. 1882 wurde er Hilfsprediger, bald darauf 2. Pfarrer, an der Johanniskirche. Diese Stelle behielt Runze bis zu seinem Ruhestand 1923.
Am 30. November 1909 wurde Runze in einer Nachwahl als Abgeordneter des Preußischen Abgeordnetenhauses gewählt, in dem er den Wahlkreis Berlin 12 bis 1918 vertrat. Er gehörte zunächst zur Freisinnigen Volkspartei, ab 1910 zur Fraktion der Fortschrittlichen Volkspartei.
Runze veröffentlichte philosophische Schriften und Gedichte. Vor allem aber setzte er sich für die Verbreitung der Werke des Komponisten Carl Loewe ein. 1882 gehörte er zu den Mitbegründern des Loewe-Vereins, dessen Tätigkeit freilich mit seinem Tode endete. Vor allem veröffentlichte Runze die siebzehnbändige Gesamtausgabe von Loewes Kompositionen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Runze, Maximilian |
| ALTERNATIVNAMEN | Runze, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Pfarrer, Abgeordneter und Autor |
| GEBURTSDATUM | 8. August 1849 |
| GEBURTSORT | Woltersdorf, Kreis Greifenhagen |
| STERBEDATUM | 9. Mai 1931 |
| STERBEORT | Berlin |