Maxl Graf wuchs als Sohn eines Eisenbahners im Münchner Westend auf und besuchte die Oberrealschule. Als Jugendlicher wollte er zunächst Lokomotivführer, später Schauspieler werden. 1947 wurde er unter 750 Mitbewerbern als erstes „Funkkind“ ausgewählt. Zusammen mit der gleichaltrigen Christa Berndl durfte er in der Hörspielserie Christa und Maxl auf Radio München mitspielen. Die Aufnahmeprüfung an der Falckenberg-Schauspielschule bestand er nicht. Aber er nahm Tanz- und Gesangsunterricht sowie privaten Schauspielunterricht u. a. bei Franz Fröhlich und ging dann doch seinen Weg als Schauspieler. Seine ersten Auftritte waren in Musicals und Singspielen. 1963 gab er den Münchner Faschingsprinz.
Schauspieler
Ab 1959 war er an der Fernsehreihe Der Komödienstadel des Bayerischen Rundfunks beteiligt. Der große Durchbruch gelang Maxl Graf hier im Jahr 1961 in dem Lustspiel Die drei Eisbären. Graf konnte dann an zahlreichen Produktionen dieser Reihe mit bekannten Volksschauspielern wie Gustl Bayrhammer und Max Grießer mitwirken, wodurch er einem größeren Publikum bekannt wurde.
Neben seinen Fernsehproduktionen wirkte Maxl Graf bei unzähligen Hörfunksendungen mit. Seine Karriere schien beendet zu sein, als er 1975 bei einem schweren Autounfall einen Genickbruch erlitt. Doch wider Erwarten blieb keine Lähmung zurück, und er konnte wenige Monate später wieder auf der Bühne stehen. Eine seiner letzten Rollen war die eines Gendarmen in der SAT.1-Arztserie Der Bergdoktor.
In den 1970er Jahren moderierte er zusammen mit seiner jeweiligen Partnerin Ruth Kappelsberger, Lolita und Carolin Reiber die Sendereihe Lustige Musikanten im ZDF. Mit Carolin Reiber führte er auch im dritten Programm des Bayerischen Fernsehens durch die Quizreihe Kennen Sie Bayern?
Er nahm eine Vielzahl von Liedern auf Schallplatte auf. Als Sänger widmete er sich hauptsächlich der volkstümlichen Musik. Eines seiner Paradestücke war Der Fensterputzer Kare. 1989 nahm er zusammen mit Sepp Viellechner am Grand Prix der Volksmusik teil. Ihr Titel Kaum schau i auf'd Uhr is scho Herbst erreichte Platz 7 bei der deutschen Vorentscheidung.
Krankheit und Tod
In den 1990er Jahren erkrankte Maxl Graf unheilbar an Leberkrebs und zog sich daraufhin aus der Öffentlichkeit zurück. Graf war verheiratet mit Olga Georgine und hat einen Sohn (Maximilian) und eine Tochter (Christine). Er starb 1996 im Alter von 62 Jahren im Münchner Klinikum Großhadern und ist auf dem Münchner Westfriedhof (Grab Nr. 200-A-14a/b) beigesetzt.
1970: Maxl Graf (mit Toni Sülzböck und seinen Musikanten und Christl Klein)
1972(?): Auf geht's mit Maxl Graf
1978: Singendes, klingendes Alpenland (mit Wolfgang Kubach)
1980: I bin a echter Tulbeckstraßler
Mitwirkung
1966: Auf geht's zum Oktoberfest
1968: Bretter die die Zeit bedeuten - Die Geschichte des deutschen Nachkriegs-Kabaretts von 1945 bis heute (mit Franz Messner und Karl Schönböck, Titel O Du Mein Österreich)
196?: München nach 8 – Streifzug neuer Melodien durch die Weltstadt mit Herz
1972(?): Bier-Olympiade
1974: Die große Schimpf- und Fluchparade
1981: Mein Freund der Hund (Titel Schnauzi Bauzi)
1987: Die Super-Hitparade der Volksmusik (Titel In München steht ein Hofbräuhaus)
Wort und Musik
1971: Ludus De Nato Infante Mirificus – Ein Weihnachtsspiel (von Carl Orff)