Die Erstbeschreibung erfolgte 1961 durch die US-amerikanischenÄrzte Fred H. Allen, Sissel M. R. Krabbe und Patricia A. Corcoran. Namensgeber war der erste bekannte Patient mit der Erkrankung, der Student Hugh McLeod.
Das McLeod-Syndrom ist eine Seltene Erkrankung. Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, die Vererbung erfolgt X-chromosomalrezessiv. Bislang wurde über etwa 150 Betroffene berichtet. Betroffen ist überwiegend das männliche Geschlecht, weibliche Trägerinner haben nur selten neurologische Auffälligkeiten.
Ursache
Der Erkrankung liegen Mutationen im XK-Gen auf dem X-ChromosomGenort p21.1 zugrunde, welches für das XK-Protein, ein Membranprotein, kodiert, das zum Kell-Cellano-System gehört.
klinisch oft nicht in Erscheinung tretende Muskelschwäche, jedoch nachweisbare Muskelfasernekrosen mit Regenerationstendenz. Oft jedoch wird eine Muskelschwäche auch klinisch wesentlich
keine kardiale Beteiligung, aber wohl im Verlauf häufige Kardiomyopathien
Bislang ist lediglich eine symptombezogene Behandlung möglich, auf Herzkomplikationen sollte geachtet werden.
Prognose
Die Prognose gilt als ungünstig.
Literatur
H. H. Jung HH, A. Danek, R. H. Walker, B. M. Frey, C. Gassner: McLeod Neuroacanthocytosis Syndrome. In: M. P. Adam, H. H. Ardinger, R. A. Pagon, S. E. Wallace, L. J. H. Bean, K. Stephens, A. Amemiya (Hrsg.) GeneReviews, 1993–2019, 2004 Dec 3 [updated 2019 May 23].
A. Danek, J. P. Rubio, L. Rampoldi, M. Ho, C. Dobson-Stone, F. Tison, W. A. Symmans, M. Oechsner, W. Kalckreuth, J. M. Watt, A. J. Corbett, H. H. Hamdalla, A. G. Marshall, I. Sutton, M. T. Dotti, A. Malandrini, R. H. Walker, G. Daniels, A. P. Monaco: McLeod neuroacanthocytosis: genotype and phenotype. In: Annals of neurology. Band 50, Nummer 6, Dezember 2001, S.755–764, doi:10.1002/ana.10035, PMID 11761473.
12Bernfried Leiber (Begründer):Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
↑F. H. Allen, S. M. Krabbe, P. A. Corcoran: A new phenotype (McLeod) in the Kell blood-group system. In: Vox sanguinis. Band 6, September 1961, S.555–560, doi:10.1111/j.1423-0410.1961.tb03203.x, PMID 13860532.
↑P. C. Tian, Y. Wang, Z. Chen, D. D. Shi, H. L. Wang, Q. Luo: The first case report of McLeod syndrome in an infant with a novel mutation (c.89C>A, p. Ser30X) in XK. In: Clinical neurology and neurosurgery. Band 184, September 2019, S.105421, doi:10.1016/j.clineuro.2019.105421, PMID 31319236.
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