| Meetup | |
| Soziales Netzwerk | |
| Sprachen | Englisch |
|---|---|
| Betreiber | Bending Spoons |
| Benutzer | 60 Mio. registrierte Benutzer (2023) |
| Registrierung | ja |
| Online | seit Juni 2002 |
| https://www.meetup.com/home/ | |
Meetup ist ein US-amerikanisches soziales Netzwerk zur Durchführung und Organisation von persönlichen und virtuellen Aktivitäten, Treffen und Veranstaltungen für Menschen und Gemeinschaften mit ähnlichen Interessen, Hobbys und Berufen. Der Dienst hat 60 Millionen registrierte Nutzer (2023).
Meetup wurde im Juni 2002 von Scott Heiferman und vier Mitbegründern ins Leben gerufen. Die Idee zu Meetup entstand, als Heiferman nach den Anschlägen vom 11. September zum ersten Mal seine Nachbarn in New York City traf. Er wurde dabei von dem Niedergang traditioneller sozialer Gemeinschaften (beschrieben durch das Buch Bowling Alone von Robert Putnam) beeinflusst und wollte eine Plattform für die Förderung persönlicher Kontakte schaffen. Ein Teil der Startfinanzierung für das Unternehmen wurde von Freunden und Familienangehörigen aufgebracht; darauf folgte eine Finanzierungsrunde mit Angel-Investoren.
Die frühe Version von Meetup erzielte Einnahmen, indem sie den Veranstaltungsorten eine Gebühr in Rechnung stellte – im Gegenzug dafür, dass sie Meetup-Nutzer zu deren Unternehmen brachte. Sobald sich genügend Nutzer einer Gruppe angeschlossen hatten, schickte Meetup den Gruppenmitgliedern eine E-Mail und bat sie, über einen von drei sponsernden Veranstaltungsorten abzustimmen, an dem sich die Gruppe treffen sollte. Meetup war dabei stark auf gemeinsame Interessen und Hobbys der Nutzer ausgerichtet. 2004 wurde die Plattform schließlich durch den US-Präsidentschaftskandidaten Howard Dean popularisiert. Meetup entwickelte kostenpflichtige Dienste, um die Dean-Wahlkampagne dabei zu unterstützen, mit Meetup-Nutzern in Kontakt zu treten. Dean machte zudem in seinen Reden und auf seiner Website auf Meetup-Gruppen von Unterstützern aufmerksam; auf dem Höhepunkt von Deans Wahlkampf hatten sich 143.000 Nutzer Meetup-Gruppen für Dean angeschlossen.
Anfang 2005 führte Meetup eine Gebühr für Gruppenorganisatoren ein. 2008 hatte Meetup bereits 8 Millionen Nutzer gewonnen, was bis 2013 auf über 25 Millionen Nutzer anstieg. Im Oktober 2013 übernahm Meetup das Unternehmen Dispatch, einen Anbieter von E-Mail-Kollaborationslösungen. Im Februar 2017 gründete Meetup 1.000 #resist-Meetup-Gruppen mit dem Ziel, Proteste als Reaktion auf das Einreiseverbot für Muslime von Trump zu koordinieren. Dies führte dazu, dass einige Anhänger von Donald Trump die Plattform verließen oder zu einem Boykott aufriefen. Meetup ging zudem eine Partnerschaft mit einer Gewerkschaft ein, um Anti-Trump-Proteste zu organisieren.
Im November 2017 wurde Meetup durch WeWork für eine Kaufsumme von 200 Millionen US-Dollar übernommen. 2018 trat Scott Heiferman als CEO zurück, und der ehemalige CEO von Investopedia, David Siegel übernahm, während Heiferman Vorstandsvorsitzender wurde. WeWork verkaufte Meetup Im März 2020 an AlleyCorp und weitere Investoren, Berichten zufolge mit einem erheblichen Verlust. 2024 wurde die Plattform schließlich von dem italienischen Digitalunternehmen Bending Spoons übernommen.
Meetup ist eine Plattform, auf der Nutzer Gruppen zu gemeinsamen Interessen finden, beitreten und sich zu Veranstaltungen anmelden können, die digital oder in Präsenz abgehalten werden können. Nutzern werden dabei Gruppen beruhend auf ihren angegebenen Interessen vorgeschlagen. Die Mitgliedschaft auf Meetup ist grundsätzlich kostenlos; Kosten entstehen vor allem für Organisatoren, die eine Gruppe betreiben und dafür in der Regel ein Organizer-Abonnement benötigen. Meetup nennt außerdem optionale Bezahlmodelle wie Meetup+ für Zusatzfunktionen sowie von Gruppenorganisatoren festgelegte Mitgliedsbeiträge oder Veranstaltungsgebühren. Jede Meetup-Gruppe muss von einem lokalen Organisator geleitet werden, der über ein aktives Abonnement verfügt. Ohne einen aktiven Organisator erlischt eine Gruppe nach 14 Tagen.
Meetup hatte 2023 mehr als 60 Millionen registrierte Mitglieder in 330.000 Gruppen, die in 184 Ländern und 10.000 Städten weltweit aktiv sind.