| Film | |
| Titel | Mein Sohn |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2021 |
| Länge | 94 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | Akzente Film & Fernsehproduktion, Warner Bros. Film Productions Germany |
| Stab | |
| Regie | Lena Stahl |
| Drehbuch | Lena Stahl |
| Produktion | Miriam Düssel, Susanne Freyer |
| Musik | Angela Aux, Cico Beck, Nicolas Sierig |
| Kamera | Friede Clausz |
| Schnitt | Barbara Gies |
| Besetzung | |
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Mein Sohn ist ein deutsches Filmdrama aus dem Jahr 2021. Es ist das Kinofilmdebüt von Regisseurin und Drehbuchautorin Lena Stahl. Anke Engelke und Jonas Dassler spielen eine Mutter und ihren erwachsenen Sohn, die sich nach einem schweren Unfall des Sohnes auf eine gemeinsame Autofahrt von Berlin in die Schweiz begeben. Der Film wurde im Juli 2021 auf dem Filmfest München uraufgeführt und kam am 18. November 2021 in die deutschen Kinos.
Der Skateboarder Jason lebt draufgängerisch und sorglos in Berlin. Als er sich nach einer Partynacht auf seinem Skateboard an einen Lastwagen hängt, verunglückt er schwer und überlebt nur knapp. Seine Mutter, die Fotografin Marlene, wacht voller Sorge an seinem Krankenbett. Da die Verletzungen nicht wie erhofft heilen, organisiert sie ihm einen Platz in einer spezialisierten Rehaklinik in der Schweiz und beschließt, ihn selbst dorthin zu fahren. Weil Jason nach seiner Verletzung nicht fliegen darf, brechen die beiden in Marlenes altem Volvo auf.
Während Marlene eine feste Route im Kopf hat, will Jason die Reise für Umwege nutzen. Unterwegs besuchen sie unter anderem Jasons frühere Babysitterin Sarah (gespielt von Hannah Herzsprung), die in einer Aussteigerkommune auf dem Land lebt und begegnen einem Vater und seiner Tochter in einer modernen Villa. Mutter und Sohn ringen um Nähe und Distanz, reiben sich an ihren unterschiedlichen Erwartungen und geraten in alte Konflikte. Marlene fällt es schwer, ihre Angst um Jason zu kontrollieren, der sich auch nach dem Unfall für unverwundbar hält. Mit jedem Kilometer gewinnt Unausgesprochenes aus der gemeinsamen Vergangenheit an Raum, etwa die Frage, warum Marlene einst die Chance ausließ, als Fotografin für eine renommierte Agentur nach New York zu gehen.
Den Anstoß für das Drehbuch gab nach Angaben der epd Film Lena Stahls eigene Erfahrung mit dem drohenden Verlust eines Kindes. Produziert wurde der Film von der Hamburger Akzente Film & Fernsehproduktion (Produzentinnen Miriam Düssel und Susanne Freyer) in Koproduktion mit Warner Bros. Film Productions Germany.
Die Dreharbeiten fanden von Mai bis Juni 2019 in Berlin, in Hof und Umgebung, in München und Bad Tölz statt. Ein Drehort in Oberfranken war der Dietelhof des Bauernhofmuseums Kleinlosnitz, der im Film als Behausung einer Landkommune dient. Die Kamera führte Friede Clausz, das Szenenbild gestaltete Marcel Beranek, das Kostümbild Waris Klampfer, den Schnitt verantwortete Barbara Gies. Die Musik stammt von Angela Aux, Cico Beck und Nicolas Sierig.
Fertiggestellt wurde der Film nach Angaben Stahls kurz vor der ersten Welle der COVID-19-Pandemie. Stahl, die auch als Fotografin arbeitet, dokumentierte die Dreharbeiten mit einer Leica-Kamera; die Aufnahmen wurden ab dem 31. März 2023 unter dem Titel „Mein Sohn - Behind the Scenes of a Roadmovie“ in der Leica Galerie Wetzlar ausgestellt.
Die Uraufführung fand im Juli 2021 auf dem Filmfest München statt. Bedingt durch die Corona-Pandemie kam der Film erst am 18. November 2021 im Verleih von Warner Bros. in die deutschen Kinos. Er lief außerdem unter anderem auf der Mostra Internacional de Cinema in São Paulo, dem Tallinn Black Nights Film Festival, dem Kinofest Lünen, dem Bolzano Film Festival und dem German Film Festival in Australien. Später wurde er unter anderem bei Amazon Prime Video zum Streaming angeboten.
Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) verlieh dem Film das Prädikat „besonders wertvoll“. Die Jury lobte Stahls zeitgemäße Inszenierung der Mutter-Sohn-Beziehung sowie das Spiel von Engelke und Dassler, die den Film durch ihre Präsenz trügen; auch Kamera und Postproduktion hob sie hervor.
Viola Wilke vom Streaming-Guide des Spiegels hob hervor, dass Stahl die Nuancen von Mutterschaft sensibel und auch mit desillusionierten Momenten auslote; Engelke und Dassler spielten das Mutter-Sohn-Duo überzeugend.
Anke Sterneborg beschrieb den Film in der epd Film als persönliche Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen Beschützen und Beengen, das Engelke und Dassler sehr unmittelbar ausspielten.
Martina Knoben lobte in der Süddeutschen Zeitung vor allem Anke Engelke, die sich als ausdrucksstarke Charakterdarstellerin zeige, sowie den ebenbürtig agierenden Jonas Dassler. Positiv hob sie hervor, dass mit Marlene eine Frau über fünfzig im Mittelpunkt stehe, deren Figur vielschichtig angelegt sei, und dass Stahl das Thema Mutterschaft ernsthaft und ohne Kitsch auslote. Die Inszenierung sei „aufregend unaufgeregt“ und konzentriere sich wie ein Kammerspiel auf die Begegnungen von Mutter und Sohn. Als Schwächen nannte sie den recht konstruierten Anlass der Reise und die etwas schematisch wirkenden Reisestationen, die für gegensätzliche Lebensentwürfe stünden.
Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit sechs von zehn Punkten und befand, die Interaktion der beiden Hauptfiguren liefere unterwegs eine Reihe von Gründen, sich den Film anzusehen.
Auf kino-zeit.de wurde die Reife von Stahls Drehbuch hervorgehoben, das sich gleichermaßen in den jungen Draufgänger wie in die besorgte Mutter hineinversetze.
Kritischer äußerte sich Framerate: Die Figurenkonstellation entwickle sich über 90 Minuten kaum weiter, der Film bleibe oberflächlich; sehenswert machten ihn vor allem die Darsteller.
Auf filmstarts.de erhielt der Film drei von fünf Sternen. Engelke könne hier erstmals in einer Kinohauptrolle ihr dramatisches Talent zeigen. Die Figur der Mutter sei Stahl deutlich besser gelungen als die des Sohnes; immer wenn der Film Marlenes Perspektive einnehme, sei er berührend.
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