Melanophrys

Melanophrys
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Überfamilie: Oestroidea
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Tachininae
Tribus: Ernestiini
Gattung: Melanophrys
Wissenschaftlicher Name
Melanophrys
Williston, 1886

Melanophrys ist eine Zweiflüglergattung aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Das Taxon wurde 1886 von dem US-amerikanischen Entomologen Samuel Wendell Williston eingeführt. Typusart ist Melanophrys flavipennis Williston, 1886. Die Gattung Melanophrys gehört zur Tribus Ernestiini innerhalb der Tachininae.

Merkmale

Die Fliegen sind etwa 11 mm lang. Im Folgenden die Beschreibung der Gattung nach Williston (1886). Der Kopf ist im Profil annähernd quadratisch. Die Stirn ist lang, leicht geneigt, bei den Weibchen breit, bei den Männchen etwa ein Drittel der Kopfbreite einnehmend. Bei den Männchen befindet sich eine einfache Reihe nicht sehr kräftiger Borsten, die bis zur Fühlerbasis reichen, aber nicht darunter hinabreichen. Das Gesicht ist im Profil sehr leicht zurückweichend, fast senkrecht und gerade, tief ausgehöhlt, mit scharfen, glatten, freien und kahlen Seitenkanten. Die Gesichtsseiten sind in der Seitenansicht breit und völlig kahl. Die Mundöffnung ist länglich. Die Taster sind schlank, der Rüssel (Proboscis) ist nicht verlängert. Die Genae (Wangen) sind fast waagerecht, unten leicht gewölbt, breit, kahl. Am unteren Rand sind sie mit einer Reihe feiner Borsten besetzt, die nach vorne hin nicht merklich kräftiger oder länger werden und nicht an den Seitenkanten hinaufreichen. Das Epistom ist nur sehr wenig vorstehend. Die Fühler sind verlängert. Das dritte Fühlerglied ist bei den Männchen vier- bis fünfmal so lang wie das zweite, bei den Weibchen kürzer. Die Arista (Fühlerborste) ist verdickt, nicht verlängert. Die Augen sind ziemlich klein, elliptisch, bei den Männchen fein behaart (bei den Weibchen sind keine Haare erkennbar). Der Hinterkopf (Occiput) ist gewölbt. Der Hinterleib ist kurz, breit, gewölbt. Die Borsten sind weder zahlreich noch kräftig. Die Vordertarsenglieder der Weibchen sind leicht verbreitert. Das Flügelgeäder ist wie bei Echinomyia (gegenwärtig ein Synonym der Untergattung Tachina). Die hintere Querader ist leicht doppelt geschwungen. Der hintere Winkel der ersten Hinterrandzelle ist rechtwinklig und mit einem Aderstummel versehen.

Verbreitung

Die Gattung Melanophrys kommt in der Nearktis (Nordamerika) vor.

Lebensweise

Die Vertreter der Gattung Melanophrys sind Endoparasitoide. Wirte sind offenbar noch unbekannt.

Innere Systematik

Die Gattung Melanophrys umfasst folgende Arten:

Einzelnachweise

  1. 1 2 S. W. Williston: Dipterological notes and descriptions. In: Transactions of the American Entomological Society 13. S. 287–304, abgerufen am 20. September 2026 (englisch, auf den Seiten 305f.).
  2. 1 2 3 4 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 20. September 2026 (englisch).
  3. ↑ Genus Melanophrys Williston, 1886. In: Taxonomic and Host Catalogue of the Tachinidae of America North of Mexico ( www.uoguelph.ca ). Tachinidae Resources, abgerufen am 20. September 2026 (englisch).