Melissa Febos

Melissa Febos (* 1980 in Falmouth, Massachusetts) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, Essayistin und Hochschullehrerin, deren autobiografisch geprägte Prosa sich mit Sexualität, Feminismus, Queerness und Formen der Selbstdeutung auseinandersetzt. Sie veröffentlichte die Bücher Whip Smart, Abandon Me, Girlhood, Body Work und The Dry Season.

Leben

Febos wuchs in Falmouth, Massachusetts bei ihrer als Therapeutin arbeitenden Mutter und ihrem Adoptivvater, einem Kapitän in der Seefahrt, auf. Mit 16 Jahren verließ sie die High School, machte den General Educational Development Test (GED), zog nach Boston, hatte Gelegenheitsjobs und besuchte Abendkurse an der Harvard Extension School. Zwei Jahre später schrieb sie sich an der New School in New York City ein; in ihren frühen Zwanzigern arbeitete sie dort als professionelle Domina und wurde heroinabhängig. Sie erwarb einen Masterabschluss am Sarah Lawrence College, lehrte später an der Monmouth University und wurde 2025 Professorin an der University of Iowa; sie lebt in Iowa City und ist mit der Dichterin Donika Kelly verheiratet.

Wirken

Febos’ Erstlingswerk Whip Smart (2010) bietet einen Blick auf Sexarbeit, Sucht und studentisches Leben in New York City. Der Essayband Abandon Me (2017) wurde für den Lambda Literary Award und den Publishing Triangle Award nominiert und von The New Yorker als kühne, erzählerisch furchtlose Sammlung beschrieben. Girlhood (2021) analysiert Patriarchat, Objektivierung und eingeübte Zustimmung im Leben von Mädchen und Frauen. Mit Body Work (2022) verteidigte Febos das autobiografische Schreiben als ästhetische und politische Arbeit gegen den Vorwurf des bloßen Narzissmus. The Dry Season (2025) entstand aus einem nach einer Trennung begonnenen Jahr der freiwilligen Enthaltsamkeit, erweitert dieses Erfahrungsprotokoll um feministische und literarische Bezugslinien und wurde vom Time-Magazin in die Liste The 100 Must-Read Books of 2025 aufgenommen.

Einzelnachweise

  1. ↑ Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Melissa Febos bei Perlentaucher, abgerufen am 28. März 2026
  2. 1 2 3 4 'Our fantasy of love has to do with need and dependency': Melissa Febos on her year of celibacy. In: The Guardian. 3. Juni 2025, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
  3. 1 2 3 The Dry Season: 100 Must-Read Books of 2025. In: TIME. 12. November 2025, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
  4. 1 2 Read Me: Melissa Febos Believes in Writing Through Your Trauma. In: Them. 16. März 2022, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
  5. 1 2 3 A writer gave up sex for a year and discovered pleasure. In: The Washington Post. 3. Juni 2025, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
  6. 1 2 3 4 Melissa Febos’s Dry Season. In: Publishers Weekly. 11. April 2025, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
  7. 1 2 3 Finding the Angel in the Stone: An Interview with Melissa Febos. In: Columbia Journal. 6. Februar 2020, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
  8. ↑ Briefly Noted. In: The New Yorker. 3. Juli 2017, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
  9. ↑ Why We Mourn Girlhood. In: The New Yorker. 7. April 2021, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
  10. ↑ In 'Girlhood,' A Writer Examines Her Youth For Signs Of The Woman She Would Become. In: Delaware Public Media. 30. März 2021, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
Personendaten
NAME Febos, Melissa
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanische Schriftstellerin, Essayistin und Hochschullehrerin
GEBURTSDATUM 1980
GEBURTSORT Falmouth, Massachusetts