Die Melodisten waren ein deutsches Vokalensemble der 1930er Jahre. Sie profitierten von den Erfolgen der Comedian Harmonists, indem sie deren Gesangsstil und auch teilweise Lieder übernahmen.
Mit der Auflösung der Fidelios (vorher Harmony Boys) gründeten sich aus den Mitgliedern und weiteren Sängern die Humoresk Melodios und die Melodisten:
Diese Melodisten bestanden bis 1935, danach wurde der Name bis Ende 1937 nicht verwendet.
Mit der Auflösung der Spree Revellers im Oktober 1937 benötigten die Mitglieder einen neuen Namen für ihr Ensemble, das zu diesem Zeitpunkt aus
Werner Doege stellte den Namen seiner alten Gruppe Melodisten zur Verfügung.
Nach einer Tournee durch ganz Deutschland traten die Melodisten Anfang 1938 wieder vielfach im Radio und im Fernsehen auf. Am 19. Februar hatte die Revue „Ki sua heli“ in der Deutschlandhalle Premiere, die mit dem ersten Hallenflug (Hanna Reitsch) der Welt eine große Sensation landete. Nach den Erfolgen der Gruppe mussten im Juli 1938 die beiden Tenöre ersetzt werden.
Für eine KdF-Tournee von September bis November 1938 studierte die neue Besetzung ein abendfüllendes Konzertprogramm ein, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.
Nach den Aufführungen der Revue „Ein Kuß reist um die Welt“ in der Deutschlandhalle verließ Werner Doege die Melodisten, um sich seiner Diplomarbeit widmen zu können. Gerd Elstermann kam als Pianist neu ins Ensemble – Herbert Imlau kehrte nach der Auflösung des Meistersextetts zurück (für ihn musste Fritz Döpke weichen).
Noch einmal starteten die Melodisten eine Tournee, die sie u. a. nach Görlitz, Dresden und Breslau führte. Trotz der Anpassung der Liedauswahl an die Vorgaben der Reichsmusikkammer war das Ende der Gruppe nicht weiter hinauszuzögern.
Am 30. Mai 1940 gaben die Melodisten in Neisse ihr letztes Konzert. Alle Mitglieder des Ensembles wurden zur Wehrmacht eingezogen.
