| Metallicomyia elegans | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Metallicomyia | ||||||||||||
| von Röder, 1886 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Metallicomyia elegans | ||||||||||||
| (von Röder, 1886) |
Metallicomyia elegans ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1886 von dem Zoologen Victor von Röder als Chalcomyia elegans erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Chalcomyia zugeordnet.
Chalcomyia Röder, 1886 ist jedoch ein jüngeres Homonym von Chalcomyia Williston, 1885. Von Röder wählte daraufhin noch im selben Jahr als Ersatzname (nomen novum) Metallicomyia.
Die Gattung Metallicomyia ist monotypisch, das heißt, sie besteht aus nur einer einzigen Art. Metallicomyia wird der Unterfamilie Tachininae zugeordnet und ist ohne Tribuszugehörigkeit.
Es handelt sich um etwa 12 mm lange Fliegen. Von Röder nannte folgende Merkmale für die neue Gattung. Die Arista (Fühlerborste) ist kahl. Es sind Reihen schlanker Borsten am Mundrand vorhanden, die sich nach oben bis etwa zur Mitte des Gesichts erstrecken. Es befinden sich keine Makrochaeten (kräftige Borsten) auf dem Hinterleib. Die Abdominalsegmente sind behaart, wobei das letzte und das vorletzte Segment am Ende lange Haare aufweisen. Die erste Hinterrandzelle der Flügel ist offen. Der Winkel der vierten Längsader weist einen kurzen Aderanhang auf.
Die Art beschrieb von Röder wie folgt. Die Stirn ist mattschwarz, auf beiden Seiten mit einer Reihe starker Borsten versehen, die nach innen gekrümmt sind. Die Fühler sind schwarz. Das dritte Fühlerglied ist ein wenig länger als das zweite. Die Wangen sind unter die Augen herabreichend und blau schimmernd. Mundborsten sind vorhanden, aber nicht sehr stark, und als feine Börstchen bis ungefähr zur Mitte der Gesichtsleisten reichend. Die Taster sind schwarz. Der Thorax ist kupferrot, mit 4 samtschwarzen Längsstriemen, die an der Quernaht unterbrochen sind. Das mittlere Striemenpaar endet weit vor dem Hinterrand, die seitlichen reichen etwas weiter. Die Beborstung des Thorax ist schwarz und besteht aus längeren und kürzeren Borsten. Die Brustseiten sind schwärzlich, mit blaugrünem Glanz zwischen den beiden Paaren der vorderen Beine. Das Scutellum (Schildchen) ist schwarz, mit einem grünglänzenden Rand, der in der Mitte durch eine schwarze Längslinie getrennt ist. Der hintere Rand des Scutellums ist mit mehreren starken schwarzen Borsten besetzt. Der Hinterleib ist blaugrün glänzend, mit weißen Reflexen. Die Hinterränder der einzelnen Ringe sind schmal schwarz gesäumt, mit einer feinen schwarzen Rückenlinie. Auf der Oberseite des ersten und zweiten Rings befindet sich eine feine anliegende schwarze Behaarung, ebenso auf der Oberseite des dritten Rings. Erst am Rande des dritten Rings beginnt eine längere schwarze Behaarung, welche den letzten Ring ganz einnimmt. Die Ventralseite der Hinterleibs ist blaugrün schimmernd. Die Beine sind pechschwarz. Die Flügel sind verwaschen glashell, mit braunen Flecken. Der erste Fleck an der Basis der Flügel erstreckt sich vom Vorderrand aus bis über die hintere Basal- und die Analzelle und verbindet sich mit einem kleinen Fleck vor dem Randmal. Dieser letztere Fleck verbindet sich über der kleinen Querader wieder mit einem Fleck zusammen, der sich bis in die Diskoidalzelle erstreckt. Die hintere Querader ist sehr schmal gesäumt und hat an ihren beiden Enden eine fleckenartige Erweiterung dieser Säumung, wodurch der vorher erwähnte Fleck gebildet wird. Die hintere Querader ist geschwungen. An der winkligen Beugung der dritten Längsader befindet sich ein kleiner kurzer Aderanhang. Die Calyptrae (Flügelschüppchen) sind rauchgrau.
Metallicomyia elegans kommt in Ecuador vor. Das Typusexemplar stammt offenbar aus der Umgebung der Stadt Riobamba.
Metallicomyia elegans ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.