Metallophyten – auch Chalkophyten oder (wohl wörtlich übersetzt) Erzpflanzen und je nach Sichtweise auch Schwermetallpflanzen oder Metall-(An)Zeigerpflanzen genannt – sind Pflanzen, die in der Lage sind, größere Mengen bestimmter Schwermetalle einzulagern oder auch anzureichern ([zu] akkumulieren, daher auch Akkumulator-Pflanzen oder – in besonderen Fällen – gar Hyperakkumulator-Pflanzen genannt). Als Schwermetallzeiger haben sie eine besondere Bedeutung, da sie Standorte mit hoher Schwermetallbelastung (z.B. Bergbau-Halden) kennzeichnen. Metallophyten vertragen oft solche Konzentrationen an Schwermetallen wie Blei, Cadmium oder Zink, die auf andere Lebewesen längst giftig wirken. Metallophyten, insbesondere solche mit hoher Zink-Verträglichkeit, werden auch Galmeipflanzen genannt.
↑Phytomining: Der Schatz im Unkraut – SZ, am 6.9.2017; dort u.a. mit: „Die Art Pycnandra acuminata aus Neu-Kaledonien etwa enthält einen Zellsaft mit einem Nickelgehalt von 25 Prozent und einer kräftig türkisen Farbe. Fast ebenso metallreich sind die Nickelbäume der Insel Borneo.“
↑Grüne Giftschlucker: Pycnandra acuminata nimmt Schwermetall auf – Beitrag in Nano, am 22. Juni 2017, u.a. mit „Der Busch […] aus Neukaledonien kann Nickel aus dem Boden ziehen. Wissenschaftler Antony van der Ent erforscht Pflanzen mit solchen bizarren Fähigkeiten.“ und (etwa ab der 33.Sekunde) mit „Hier haben wir ein wirklich großes Exemplar, einer Art namens ‚Pycnandra acuminata‘. Dieser Baum ist berühmt für seinen blaugrünen Pflanzensaft, der 25Prozent Nickel enthält.“