Metellus Hartmann

Metellus Hartmann SVD (* 7. Oktober 1894 in Schüttenstein, Herzebocholt, Stadt Isselburg; † 6. Februar 1944 in der Bismarcksee) war ein deutscher römisch-katholischer Ordensbruder, Steyler Missionar und Märtyrer.

Leben

Heinrich Hartmann trat bei den Steyler Missionaren ein und trug als Bruder (nicht Priester) den Ordensnamen Metellus (nach dem römischen Märtyrer Metellus) an. Er ging in die Papua-Neuguinea-Mission. Nach der Besetzung Neuguineas durch die japanischen Invasionstruppen 1942 wurde er zusammen mit Bischof Franziskus Wolf und zahlreichen Mitbrüdern und Missionsschwestern in einem Sammellager auf der Vulkaninsel Manam interniert, wo sie an Unterernährung litten und an Malaria erkrankten. Am 5. Februar gingen sie unter Protest auf das japanische Transportschiff Yorishime Maru, das am 6. Februar nachts von der amerikanischen Luftwaffe angegriffen wurde. Es starben 46 Menschen, darunter Metellus Hartmann. Eine Gedenkstätte befindet sich in Alexishafen.

Gedenken

Die Römisch-katholische Kirche in Deutschland hat Bruder Metellus Hartmann als Märtyrer in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen.

Literatur

Personendaten
NAME Hartmann, Metellus
ALTERNATIVNAMEN Hartmann, Heinrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher römisch-katholischer Ordensbruder, Steyler Missionar und Märtyrer
GEBURTSDATUM 7. Oktober 1894
GEBURTSORT Schüttenstein, Herzebocholt, Stadt Isselburg Landkreis Emsland
STERBEDATUM 6. Februar 1944
STERBEORT Bismarcksee