| Metin2 | |||
| Entwickler | Webzen/Ymir. | ||
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| Publisher | Gameforge 4D GmbH (Europa und Nordamerika); TEC-Interactive (Singapur, Philippinen); OnGame (Brasilien); CIBN (China); OG Entertainment (Japan); | ||
| Veröffentlichung | |||
| Plattform | PC (Windows ab Windows XP) | ||
| Genre | MMORPG | ||
| Spielmodus | Online-Mehrspieler | ||
| Steuerung | Tastatur, Maus | ||
| Medium | Download / 1 CD | ||
| Sprache | Arabisch, Amerikanisch, Dänisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Koreanisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch etc. | ||
| Altersfreigabe |
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| PEGI-Inhaltsbewertung | Gewalt | ||
| Information | Accounts in Europa: 14.000.000+ Davon aktiv: 6.000.000+ (Stand Juli 2012) | ||
Metin2 ist ein Massively Multiplayer Online Role-Playing Game (MMORPG), das vom koreanischen Unternehmen Ymir Entertainment Co. Ltd. entwickelt und erstmals 2004 in Südkorea veröffentlicht wurde. Das deutsche Unternehmen Gameforge vertreibt das Spiel in 19 Ländern (darunter in Deutschland, Großbritannien, Griechenland, Italien, Kanada, Mexiko, Türkei, den USA, Vereinigte Arabische Emirate etc.). Zudem werden Versionen in Brasilien, China, Japan, den Philippinen sowie Singapur von unterschiedlichen Publishern vertrieben. Die deutsche Version von Metin2 bietet derzeit vier Server.
Während im August 2010 noch mehr als 8 Millionen Spieler weltweit aktiv waren, waren es im Juli 2012 nur noch rund 6 Millionen.
Das Spiel startete im März 2004 in Korea und war dort von Anfang an erfolgreich. In China wurde es im März 2005 veröffentlicht. Am 17. Dezember 2006 erschien es als erste europäische Version in Deutschland, wo es sich zunächst noch in der Betaphase befand und kostenpflichtig war. Im Mai 2007 wurden die monatlichen Gebühren abgeschafft, und das Spiel erschien auch in anderen Sprachversionen. Damals hatte es allein in Europa eine Spielerzahl von über 8.000.000 Spielern. Mehr als fünfmal so viele Accounts sind registriert. Das Spiel finanziert sich seit Abschaffung der regelmäßigen Gebühren im Mai 2007 durch Micropayments.
Ende Januar 2009 machte Metin2 durch eine Strafanzeige der besonderen Art Schlagzeilen: Ein 45-jähriger Benutzer aus Deutschland verlor alle Gegenstände seines Avatars, in den er bereits mehr als 1.000 Euro investiert hat. Er erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Die Suche nach dem Übeltäter dürfte sich als schwierig erweisen, da der Diebstahl von virtuellen Gegenständen gesetzlich nicht geregelt ist und da Onlinespiel-interne Kriminalität in Deutschland zuvor noch nicht aufgetreten war. Sollte es sich aber nicht um einen Spielfehler, sondern um Diebstahl und das damit verbundene Hacken des Accounts handeln, so drohen dem Straftäter bis zu zwei Jahre Haft. Sogar auf RTL Aktuell wurde ein Bericht zu diesem Fall ausgestrahlt. Anfang April konnte der Fall aufgeklärt werden: ein Bekannter des Opfers hatte sich unter dessen Kennung angemeldet und die Gegenstände an sich selbst übertragen.
Am 26. August 2009 gab es einen der größten DDoS-Angriffe auf mehrere Server der Gameforge, einem Betreiber des Spiels. Laut Community Manager NRJ soll dabei eine Gruppe aus Rumänien mit massiven Angriffen versucht haben, die Spielserver zum Absturz zu bringen. Der Angriff war erfolgreich, mehrere Sprachversionen (u. a. die britische, dänische, deutsche, französische, niederländische, spanische und türkische Version) waren für mehrere Stunden nicht erreichbar.
Vom 27. November 2012 bis zum 29. November 2012 wurden die zu dieser Zeit 26 existierenden deutschsprachigen Server zu sieben neuen deutschsprachigen Server fusioniert.
Anfang Februar 2013 kündigte der Entwickler Ymir Entertainment bzw. Webzen Games an, im März 2013 den koreanischen Spielbetrieb einzustellen, da man sich in Zukunft nur noch auf die Entwicklung konzentrieren wolle. Im März 2013 wurde zudem bekannt, dass der kanadische Betreiber des Spiels, G4Box, den Betrieb des Spiels einstellen werde. Spieler auf deren Servern werden auf zwei eigens für sie eingerichtete Server beim Publisher Gameforge umgezogen, die eine andere Spielversion als die europäische besitzen.
Am 16. April 2014 wurde ein neuer Server eröffnet, dessen Namen durch einen Spieler als Belohnung festgelegt werden darf.
Am 2. Mai 2018 wurden die ehemaligen sieben deutschen Servern zu zwei neue Server fusioniert. Am 22. Juni 2018 eröffnete der Event-Server Titania.
Am 16. Juni 2019 wurde ein weiterer Event-Server unter dem Namen Rubinum eröffnet. Dieser Server wurde nach einem zuvor von der Gameforge geschlossenen P-Server benannt.
Metin2 spielt in einer fiktiven fernöstlichen Welt, die einst durch ein Kaiserreich geeint war. Erst durch den Einschlag eines Meteoriten, dem Metin-Stein, der die Tier- und Pflanzenwelt wild werden ließ, zerbrach das Reich und spaltete sich in drei Reiche auf – eines im Westen, eines im Osten und eines im Süden. Der Bereich in der Mitte und im Norden des Kontinents ist verwüstet und „neutral“. Der Spieler steigt nun in einem der drei Reiche (Chunjo, Jinno oder Shinsoo) ein, und das Ziel ist es, die wilden Tiere wieder zu besänftigen und den Meteoriten zu zerstören.
Zu Beginn des Spiels können Spieler aus mehreren Charakterklassen wählen, die jeweils unterschiedliche Fähigkeiten und Spielstile besitzen. Jede Klasse verfügt über zwei verschiedene Talentbäume, die eine Spezialisierung ermöglichen.
In den europäischen und der amerikanischen Version können mit Ausnahme des Lykaners alle Klassen sowohl als weibliche als auch als männliche Charaktere gespielt werden. In der koreanischen Ursprungsversion können Krieger und Sura nur als männliche, Schamanen und Ninja nur als weibliche Charaktere gespielt werden.
Jede Klasse kann ihre Fähigkeiten durch Skill-Upgrades und Ausrüstungsfortschritt weiterentwickeln.
Alle Reiche unterscheiden sich in ihrem geographischen Aufbau, haben jedoch, was Preise, Gegner und Nichtspielercharaktere angeht, keinerlei Unterschiede.
Metin2 verfügt über ein Rangsystem, das das Verhalten der Spieler widerspiegelt. Spieler können einen positiven oder negativen Rang besitzen, der visuell angezeigt wird.
Positive Ränge werden durch das Besiegen von Monstern und gesetzestreues Verhalten verdient, während negative Ränge meist durch Angriffe auf Spieler desselben Reiches entstehen.
Die Ränge beeinflussen bestimmte Spielmechaniken, etwa die Anfälligkeit für Angriffe und Strafen beim Tod, dienen jedoch in erster Linie als Indikator für das Verhalten eines Spielers.
Die Grafik ist recht schlicht gehalten, was wiederum geringere Hardware-Anforderungen mit sich zieht und das Spiel daher einem größeren Publikum zugänglich macht.
Metin2 verfügt über ein Echtzeit-Kampfsystem, das auf Hack-and-Slash-Mechaniken basiert. Die Spieler steuern eine Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive und kämpfen in einer offenen Welt gegen Monster und andere Spieler.
Der Spielfortschritt erfolgt hauptsächlich durch das Besiegen von Gegnern und das Abschließen von Quests, die von Nicht-Spieler-Charakteren (NPCs - non-player characters) vergeben werden. Erfahrungspunkte ermöglichen das Aufleveln der Charaktere, wodurch ihre Attribute verbessert und neue Fähigkeiten freigeschaltet werden.
Die Spielwelt ist in verschiedene Regionen unterteilt, darunter Städte, Kampfgebiete sowie Endgame-Areale, die durch spätere Erweiterungen hinzugefügt wurden. Spieler können Gilden gründen, an Gildenkriegen teilnehmen und sich im PvP-Kampf messen.
Die Spielwährung, bekannt als „Yang“, wird für Handel, Einkäufe bei NPCs und den Betrieb der von Spielern geführten Shops verwendet.
Metin2 nutzt ein Free-to-Play-Modell. Spieler können das Spiel ohne anfänglichen Kauf spielen, während optionale Ingame-Gegenstände über Mikrotransaktionen mit einer Premiumwährung erworben werden können.
Diese Gegenstände können Komfortfunktionen, kosmetische Änderungen oder spielerische Vorteile bieten.
Metin2 hat seit seiner Veröffentlichung zahlreiche Updates erhalten.
Während der COVID-19-Pandemie verzeichnete das Spiel eine erhöhte Spieleraktivität, was mit der Veröffentlichung der großen Erweiterung „Conquerors of Yohara“ zusammenfiel. Diese Erweiterung führte einen neuen hochstufigen Kontinent, zusätzliche Dungeons, Gegner sowie erweiterte Fortschrittssysteme für erfahrene Spieler ein.
Ein späteres großes Update, „Tyranny of Aamon“, erweiterte die Spielwelt um neue Regionen, erzählerische Inhalte, Ausrüstungssysteme und Spielmechaniken, die das Endgame vertiefen sollen.
Neben großen Erweiterungen erhält das Spiel regelmäßig kleinere Inhaltsupdates und Systemverbesserungen.
Metin2 bietet regelmäßig saisonale Events und Ingame-Aktivitäten, darunter thematische Inhalte zu Feiertagen, zeitlich begrenzte Herausforderungen und Werbeaktionen mit Item-Belohnungen.
Als eines der frühen MMORPGs der 2000er-Jahre ist Metin2 auch mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Erstveröffentlichung weiterhin aktiv.
„Grafisch erinnert das Spiel auf den ersten Blick dank der comicartigen Grafik sehr an World of Warcraft.“
„Metin2 ist Online Rollenspiel Action vom Feinsten. Ein kostenloses MMORPG, das die Langeweile vertreibt.“
„Metin2 ist ein sehenswert gestaltetes Online Multiplayer Rollenspiel, das ohne kostenpflichtiges Abonnement auskommt.“
Zudem hat GIGA TV bereits einen eigenen Bericht über Metin2 ausgestrahlt.
Am Beispiel von Metin 2 zeigte die Süddeutsche Zeitung Bezahlmodelle in Online-Spielen, bei denen Spieler ihre persönlichen Informationen verkaufen, wobei sie für die Preisgabe ihrer Adressdaten in virtuellen Spielwährungen ausgezahlt werden.
Die Serie Akte – Reporter kämpfen für Sie auf Sat.1 kritisierte in einer Ausgabe das Micropayment-System von Online-Spielen am Beispiel von Metin2, das insbesondere bei Jugendlichen zu hohen und unübersichtlichen Rechnungen führen kann. Die ZDF-Sendung WISO kritisierte, dass ohne Einkäufe über eine 900er Nummer das Spiel schnell langweilig werden würde.