| Stadtbahn Granada | |
|---|---|
| Basisinformationen | |
| Staat | Spanien |
| Stadt | Granada |
| Eröffnung | 21. September 2017 |
| Betreiber | Metro de Granada, S.A. |
| Infrastruktur | |
| Streckenlänge | 15,9 km |
| Spurweite | 1435 mm (Normalspur) |
| Stromsystem | 750 V DC Oberleitung und ACR |
| Betriebsart | Zweirichtungsbetrieb |
| Haltestellen | 26 |
| Tunnelbahnhöfe | 3 |
| Betriebshöfe | 1 |
| Betrieb | |
| Linien | 1 |
| Fahrzeuge | 23 CAF Urbos 3 |
| Höchstgeschwindigkeit | 70 km/h |
| 2017 eröffnete Linie | |
Die Stadtbahn Granada (spanisch Metro de Granada) ist eine Stadtbahnstrecke in der südspanischen Stadt Granada und deren Umgebung. Die 15,9 km lange Strecke wurde nach zehnjähriger Bauzeit 2017 eröffnet.
Der Bau der Linie begann 2007. Ursprünglich sollte die Stadtbahn bereits im Jahr 2012 eröffnet werden. Im Mai 2011 waren 73 % der Strecke fertiggestellt. Doch als Folge der spanischen Finanzkrise standen statt der ursprünglichen 502 Millionen Euro nur 250 Millionen Euro zur Verfügung. Im Jahr 2012 sicherte die Europäische Investitionsbank für die restlichen Mittel ein Darlehen in Höhe von 260 Millionen Euro zu. Die Fertigstellung war mehrfach verschoben worden, so wurde beispielsweise im März 2017 diese für Mitte Mai 2017 angekündigt. Am 21. März 2017 begann der Testbetrieb. Die Eröffnung erfolgte schließlich am 21. September 2017.
2021 wurde der Bau einer 4,8 Kilometer langen Streckenverlängerung ab Armilla westwärts über Churriana de la Vega nach Las Gabias beschlossen. Der Bau begann 2023.

Die Strecke verläuft im Wesentlichen in Nord-Süd-Richtung: Die Linie beginnt im Norden, in der Kleinstadt Albolote (zwei Haltestellen), durchquert anschließend Maracena (drei Haltestellen) und erreicht dann Granada (18 Haltestellen), um schließlich in Armilla zu enden (drei Haltestellen).
Der unterirdische Streckenabschnitt von 2,7 km Länge liegt im Zentrum Granadas und verläuft unter den Hauptverkehrsachsen Camino de Ronda und Avenida de América. Der Rest der Strecke, 83 %, verläuft oberirdisch, teilweise auch im Straßenkörper. Die Streckenlänge beträgt 15,9 km.
Es gibt auf der Strecke drei Abschnitte ohne Oberleitung:
Der letztgenannte Bereich ist außerdem der einzige eingleisige Abschnitt der 2017 eröffneten Strecke. Die Verlängerung ist zwischen den Haltestellen Churriana de la Vega und Arabuleila (San Ramón) sowie Los Chopos und Las Gabias eingleisig.
Der Betriebshof befindet sich im nördlichen Teil der Strecke zwischen den Haltestellen Cerillo Maracena und Maracena parallel zur Autobahn A-44. Bei der Haltestelle Los Chopos der Verlängerung nach Las Gabias entsteht ein zweites, kleineres Depot.

Es wurden zunächst 15 Triebwagen des CAF-Typs Urbos 3 beschafft, die mit dem System ACR (Acumulador de Carga Rápida) ausgerüstet sind. ACR speichert elektrische Energie und liefert sie auf oberleitungsfreien Abschnitten an die Fahrmotoren. Sie sind 32,4 Meter lange Zweirichtungswagen. 2024 wurden acht weitere Fahrzeuge des gleichen Typs ausgeliefert, die eine andere Frontform haben. Die erste Serie erhielt die Wagennummern 301 bis 315, die zweite 416 bis 423.
Die Fahrzeuge der Metro Granada sind von 6:30 Uhr bis 23:00 Uhr unterwegs. An den Abenden vor Sonn- und Feiertagen sowie am Freitagabend fahren sie bis 2:00 Uhr nachts. Zunächst fahren die Bahnen mit einem zeitlichen Abstand von mindestens elf Minuten, zu Stoßzeiten werden die Intervalle auf acht Minuten verkürzt.
Aufgrund der über den Erwartungen liegenden Nachfrage gibt es Überlegungen zu einem Ausbau hin zu einem Stadtbahnsystem. Dabei waren folgende Verlängerungen im Gespräch, die meistens die bis 1974 bestehenden Anbindungen durch die Überlandstrecken wieder aufgreifen:

Da die Kosten für die aufgeführten Erweiterungen einschließlich der erforderlichen zusätzlichen Fahrzeuge bereits 2018 bei über einer Milliarde Euro lagen, ist die Realisierung in diesem Umfang unwahrscheinlich. Stand 2026 wird von den in der nebenstehenden Grafik dargestellten Projekten die Nordverlängerung (Albolote–Atarfe) vorerst nicht mehr vorangetrieben, die Südverlängerung (Armilla–Las Gabias) ist in Bau und die Umsetzung der zweiten Innenstadtstrecke wird diskutiert.