Die Zeitschrift Metronome gehörte in den 1940er Jahren neben dem Down Beat und dem Esquire zu den führenden Jazz-Zeitschriften der USA. Herausgeber waren George T. Simon und Barry Ulanov. Zwischen 1939 und 1961 fanden jährliche Leserumfragen, sogenannte Polls statt; aus den Gewinnern in den jeweiligen Instrument-Kategorien wurden 1939-42, 1946-1948, 1949-1951, 1953 und noch einmal 1956 jeweils All-Star-Formationen zusammengestellt, die in Sessions zumeist zwei Plattenseiten aufnahmen. Die frühen Gewinner waren zunächst Swing-orientierte Musiker; die späteren Sieger bestanden zum Teil aus den bekanntesten Musikern des Bebop und Cool Jazz, wie Dizzy Gillespie, Miles Davis und Charlie Parker sowie Stan Getz und Lennie Tristano.
Metronome All Star Leaders 1942: Cootie Williams, J. C. Higginbotham, Benny Goodman, Benny Carter, Charlie Barnet, Count Basie, Alvino Rey, John Kirby, Gene Krupa
Metronome All-Stars 1947: Dizzy Gillespie, Bill Harris, Buddy DeFranco, Flip Phillips, Nat King Cole, Billy Bauer, Eddie Safranski, Buddy Rich; auf dem Titel Metronome Riff zusätzlich mit Stan Kenton and His Orchestra.
↑Glenn Miller, in dessen Orchester Tex Beneke Starsolist war, machte dem Tenorsaxophonisten nach der Aufnahme Vorhaltungen, warum er kein längeres Solo gespielt habe. Mit Hinweis auf den überragenden Coleman Hawkins rechtfertigte Beneke seine Zurückhaltung. Vgl. Gerhard Klußmeier: Jazz in the Charts. Another view on jazz history.
↑Der One O’Clock Jump erreichte im April 1941 Rang 13 der BillboardTop 20.vgl. Gerhard Klußmeier: Jazz in the Charts. Another view on jazz history. Liner notes (62/100) und Begleitbuch der 100-CD-Edition. Membran International GmbH. ISBN 978-3-86735-062-4
↑Victory Ball ist eine Komposition von Lennie Tristano, basierend auf den Harmonien von ’S Wonderful. Vgl. Polillo: Jazz. S. 540