Michael Doppelhofer ist ein österreichischer Kulturhistoriker und Pädagoge.
Michael Doppelhofer wuchs in Baden bei Wien auf und studierte Germanistik und Geschichte. Anschließend folgten Praktika und Tätigkeiten an Theatern in Wien und Niederösterreich. Unter anderem wirkte er bei den Festspielen Reichenau in der Bühnenfassung von Franz Werfels Erzählung Eine blassblaue Frauenschrift mit.
1999 bis 2002 war er an der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) in der Nachlassverwaltung und Biografieforschung tätig. Für das von der Nationalbibliothek herausgegebene dreibändige Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft schrieb er zahlreiche Biografien und redigierte im Team mit Susanne Blumesberger und Gabriele Mauthe das Gesamtwerk. Das Handbuch gilt als Standardwerk der Kulturgeschichte und Exilforschung. Paul Jandl würdigte die Arbeit in der Neuen Zürcher Zeitung als ein „Kompendium der Genauigkeit“.
2002 und 2003 leistete er seinen Zivildienst im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) sowie im Österreichischen Staatsarchiv im Zuge der historischen Aufarbeitung der NS-Restitutionszahlungen ab.
Später wechselte Doppelhofer in den Schuldienst und ist als Lehrer in Wien tätig. Für die Organisation zeithistorischer Schulprojekte mit Zeitzeugen erhielt er von der Bildungsdirektion Wien das Dekret „Dank und Anerkennung“.
2026 veröffentlichte er eine literaturhistorische Dokumentation über Stefan Zweig unter dem Titel Stefan Zweig in Baden bei Wien.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Doppelhofer, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Kulturhistoriker und Pädagoge |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |