Michael Honzak

Michael „Michi“ Honzak (* 13. September 1946 in Salzburg) ist ein österreichischer Jazzmusiker (Schlagzeug), der auch als Autor und Cartoonist wirkt.

Leben und Wirken

Honzak spielte 1964 Schlagzeug in der Band The Sprintmen. Nach der Matura 1965 arbeitete er in einer Bank, gehörte aber zudem dem Tanzorchester Pillinger an und trat 1966 mit Roy Etzel auf. Nach dem Wehrdienst begann er ein Publizistikstudium; dann besuchte er das Mozarteum (bis 1969), anschließend das Konservatorium Wien, wo er bei Erich Bachträgl studierte.

Von 1971 bis 1973 spielte Honzak in der Austropopband One Family, aber auch in Musicals am Landestheater Salzburg. 1975 begleitete er im Wiener Jazzland Carl Drewo sowie ebenso Fatty George, letzteren im Trio von Rudi Wilfer, mit dem auch das Album For Us entstand. In den folgenden Jahren trat er mit Fatty George in der Wiener Stadthalle und am Wiener Opernball auf. Friedrich Gulda holte ihn 1981 in sein Trio (mit Wayne Darling am Bass), das auch mit klassischen Formationen wie den Münchner Philharmonikern zusammenspielte. Er war zudem an den Alben mit Guldas Cellokonzert, dessen Concerto für Ursula und dessen Concerto for Myself beteiligt und trat mit Gulda ebenfalls beim Münchner Klaviersommer, in Tokyo und mit dem Zawinul Syndicate auf.

Seit 1985 arbeitete Honzak mit T. C. Pfeiler zusammen, mit dem auch Alben mit Wild Bill Davis (1985), Herb Ellis (1996) und Red Holloway (1997) entstanden. Unter eigenem Namen nahm er das Album Michael Honzak Music-Project mit Rudi Wilfer und Josef Nemeth für RST Records auf. Später spielte er mit der OiweiumhoibeeifeJazzBand und mit Honzaks Contemporary Jazz Quartett. Mit Herb Berger gründete er die HonzakBergerJazzBigBand, die 2006 im Jazzit auftrat; in ähnlicher Besetzung entstand das Michael Honzak Starlight Orchestra.

Daneben verfasste Honzak ab 1994 die Kolumne Honzis Kochtopf in den Flachgauer Nachrichten, aus denen 2005 ein Kochbuch wurde. 2004 veröffentlichte er den Gedichtband Über die Liebe und das Leben. Für die Dorfzeitung zeichnete er als Honzi Cartoons, die er auch im Museum Fronfeste ausstellte. Zudem war er kommunalpolitisch tätig.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Michael Honzak. In: dorfzeitung.com. Abgerufen am 18. Oktober 2026.
  2. ↑ One Family. In: SR-Archiv österreichischer Popularmusik. Abgerufen am 18. Oktober 2026.
  3. ↑ Wilfer, Rudi Trio. In: SR-Archiv österreichischer Popularmusik. Abgerufen am 18. Oktober 2026.
  4. ↑ Michael Honzak Starlight Orchestra. In: SR-Archiv österreichischer Popularmusik. Abgerufen am 18. Oktober 2026.
  5. ↑ Humorvolle Karikaturen in der neuen Pop-up-Galerie des Museums Fronfeste. In: neumarkterstadtschreiber.wordpress.com. 14. April 2025, abgerufen am 18. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Honzak, Michael
ALTERNATIVNAMEN Honzak, Michi; Honzi
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Jazzmusiker (Schlagzeug), Autor und Cartoonist
GEBURTSDATUM 13. September 1946
GEBURTSORT Salzburg