Michael James Foley Scott (* im 20. Jahrhundert) ist ein kanadischer Film- und Fernsehregisseur und -produzent, der zweimal für einen Oscar nominiert war.
Zu Beginn seiner Karriere war Scott eng mit dem National Film Board of Canada verbunden. Er wurde als Produzent der Kurzfilme Ted Baryluk’s Grocery, The Big Snit, Get a Job, Village of Idiots und Runaway jeweils mit einem Genie Award ausgezeichnet. Für seine Mitarbeit an den Filmen The Big Snit und Whistling Smith wurde er jeweils für einen Oscar nominiert und für die Fernsehfilme Ikwé und Lost in the Barrens für den Gemini Award.
Scotts erster Film, bei dem er Regie führte, war der Kurzfilm We’re Gonna Have Recess von 1967, der sich mit einem Schulhof vor und während der Schulpause beschäftigt. Daran schlossen sich in den folgenden Jahren zahlreiche Kurzfilme und andere Filme an. Für den 1976 erschienenen Dokumentar-Kurzfilm Whistling Smith erhielt Scott gemeinsam mit dem Produzenten des Films Barrie Howells eine Nominierung für den Oscar. Darin geht es um den Polizisten Sergeant Bernie „Whistling“ Smith und seine unorthodoxe Arbeitsweise. Unter Scotts Filmarbeiten befindet sich auch der dramatische Thriller Einer allein (1977), der zeigt, wie das Leben eines engagierten Fernsehreporters aus den Fugen gerät, als er einen Fall untersucht, bei dem es um die kriminelle Fahrlässigkeit eines Unternehmens geht mit tödlichen Folgen.
Bei The Big Snit handelt es sich um einen animierten Kurzfilm von Richard Condie aus dem Jahr 1985 für den Scott wiederum eine Oscarnominierung, diesmal gemeinsam mit Condie, erhielt. Der Film wurde zudem bei den Genie Awards ausgezeichnet. Bei dem Fernsehfilm Ikwe, der 1986 erschien, trat Scott als ausführender Produzent auf. Thema des Films ist ein junges Ojibwa-Mädchen im Jahr 1770, das einen schottischen Pelzhändler heiratet und seine Heimat verlassen muss. Get a Job von 1987 ist ein weiterer von Scott produzierter Film. Darin hat ein junger Hund Schwierigkeiten, zu lernen, wie man es anstellt, einen Job zu finden.
Bei dem zweifach ausgezeichnete Abenteuerdrama Allein in der Wildnis (1990) führte Scott Regie und trat als ausführender Produzent auf. Darin geht es um einen verwaisten Teenager und einen jungen Stammesjäger, die sich in der Wildnis verirren. Der animierte komödiantische Kurzfilm Village of Idiots von 1999 wurde von Scott produziert. Der Film macht den Zuschauer bekannt mit Shmendrik, der sich, ermüdet vom Alltag in seinem Heimatdorf Chelm, auf die Suche nach mehr Wissen begibt, was ihn in ein neues Chelm führt, einen Ort, der dem alten Chelm bis hin zum Hühnerstall erstaunlich ähnlich ist.
Scotts letzte gelistete Filme sind die Kurzfilme Runaway (2009) und Big Drive (2011), die Scott als ausführender Produzent betreute. In Runaway fährt ein Zug in eine auf den Gleisen stehende Kuh, was zu diversen Irritationen führt und in Big Drive müssen sich vier Kinder auf einer langen Reise durch das Kanada der 1970er Jahre etwas einfallen lassen, um sich nicht zu langweilen.
Canadian Film Awards 1977
Genie Awards
Gemini Awards
Daytime Emmy Awards
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Scott, Michael J. F. |
| ALTERNATIVNAMEN | Scott, Michael James Foley; Scott, Michael J.F.; Scott, Michael; Scott, Mike |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadischer Film- und Fernsehregisseur und Filmproduzent |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Kanada |