Michael Kloft, wie der Theologe Matthias Kloft einer von vier Söhnen von Gertrud Kloft, geborene Horn, und des Juristen Alfred Kloft (* 1922; ab 1952 Ministerialdirigent und Referent im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, zuvor Richter am Landgericht Limburg), studierte nach Beendigung des Zivildienstes von 1983 bis 1989 Politikwissenschaft. Zunächst arbeitete er als freischaffender Autor für verschiedene zeithistorische Fernsehdokumentationen, unter anderem für Spiegel TV und Chronos-Film. 1992 wurde er Regieassistent bei Heinrich Breloers Produktion Wehner – die unerzählte Geschichte. Seit 1995 dauerhaft bei Spiegel TV, ist er seit 2000 Leiter der Abteilung „History“ bei Spiegel TV und seit 2009 ist Michael Kloft Geschäftsführer und Programmdirektor beim Pay-TV-Sender Spiegel Geschichte.
Michael Klofts Dokumentationen wurden u.a. von der ARD, dem ZDF (in Zusammenarbeit mit Guido Knopp), Sat.1 und VOX ausgestrahlt.
Die Dokumentation Welche Farbe hat der Krieg – Deutschland 1945 war 1996 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Hitlers Hehler – Die Schweizer Banken und das Nazigold erhielt 1998 die Bronzemedaille beim New York Film Festival.
Der Dokumentarfilm Das Goebbels-Experiment wurde 2005 auf der Berlinale gezeigt. Im selben Jahr wurde seine zweiteilige Dokumentation Als der Krieg nach Deutschland kam – Tagebuch 1945 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.
„Michael Kloft gilt als der führende Zeitgeschichts- und NS-Experte im deutschen Fernsehen. Seine Produktionen setzten immer wieder neue Maßstäbe…“