Michael Kutzner (* 1. Mai 1955 in Berlin) ist ein deutscher Maler und Grafiker.
Kutzner war als Schüler aktiver Judoka und wurde 1969 in seiner Klasse Ost-Berliner Judomeister. Von 1971 bis 1973 absolvierte er eine Lehre als Stuckateur. Danach leistete er Grundwehrdienst in der NVA. Daneben machte er von 1973 bis 1977 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHS) ein Abendstudium, und 1976/1977 belegte er bei José Renau Zeichenkurse. Von 1975 bis 1978 arbeitete er als Steinbildhauer beim VEB Stuck und Naturstein Berlin, und von 1978 bis 1983 studierte er an der KHS bei Dietrich Nosky und Dieter Goltzsche Malerei. Seit dem Studienabschluss ist Kutzner in Berlin freischaffend als Maler und Grafiker tätig, wobei er von 1983 bis 1985 einen Fördervertrag mit dem Bezirksverband Frankfurt/Oder des Verbands Bildender Künstler der DDR hatte. Er war bis 1990 Mitglied des Verbands. In der Zeit der DDR unternahm er Studienreisen nach Polen (1980), in die Sowjetunion (1986 und 1988) und nach West-Berlin (1987). Ende der 1990er Jahre unternahm er mit Achim Kircher eine Sizilienreise.
Kutzner schafft als Zeichnungen, Druckgrafiken, Collagen und Malereien „melancholisch anmutende Bilder, die wie die Materialisierung düsterer Gedanken oder latenter Bedrohung wirken.“ Er hatte eine bedeutende Zahl von Einzel- und Gruppenausstellungen, insbesondere seit der deutschen Wiedervereinigung. In der DDR war er u. a. 1987/1988 auf der X. Kunstausstellung der DDR in Dresden vertreten (mit dem Tafelbild Binnenhafen, 1984/86; Mischtechnik; 94 × 122 cm).
Seit der Wiedervereinigung erhielt Kutzner bis zur Erreichung des Rentenalters regelmäßig Stipendien.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kutzner, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 1. Mai 1955 |
| GEBURTSORT | Berlin |