Michael Radloff

Michael Radloff (* 12. August 1944 in Trautenau; † 2007 in Berlin) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben

Die Familie Radloffs wurde in der Folge des Zweiten Weltkriegs aus der Tschechoslowakei vertrieben und kam in die Sowjetische Besatzungszone. Radloff absolvierte bis 1962 die Erweiterte Oberschule und erwarb das Abitur. Nach dem Wehrdienst bei der NVA machte er von 1962 bis 1964 eine Lehrausbildung zum Werkzeugmacher. 1964 begann er an der Technischen Universität Dresden ein Studium der Fördertechnik, das er 1965 abbrach. Danach arbeitete er als Bibliothekshelfer, Hilfskellner und Beifahrer. Daneben machte er von 1966 bis 1972 ein Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Dort studierte er dann von 1972 bis 1977 bei Fritz Dähn und Wolfram Schubert Malerei. Danach arbeitete er als freischaffender Künstler. Von 1980 bis 1993 war er als Leiter einer Förderklasse an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee sowie in weiteren Zirkeln als Lehrer tätig. Zuletzt wohnhaft in Wünsdorf bei Zossen.

Bestimmend für Radloffs Werk, das in der Tradition der Neuen Sachlichkeit steht, sind seine Stillleben, „bevorzugt statische Kompositionen“ aus Alltagsgegenständen wie Äpfeln, Flaschen, Hüten, Gefäßen, Taschenlampen und Zigarettenschachteln, in denen „alles unverrückbar und wie festgenagelt an seinem Platz“ erscheint und „die Abwesenheit des Menschen deutlich spürbar“ ist. Konsequentes Festhalten an der Gegenständlichkeit zeigen auch die eher nebenher entstandenen grafischen Arbeiten, Linol- und Holzschnitte, die mit einfachen Linien die Formen der figürlichen Darstellungen und Porträts bestimmen.

Radloff war bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR.

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Radloffs (mutmaßlich unvollständig)

Weitere Werkbeispiele

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Daniela Franz. In: Michael Radloff: Malerei, unpaginiert
  2. ↑ Bernd Heimberger: Möglichkeiten eines Malers. Personalausstellung von Michael Radloff mit großem Besucherinteresse. In: Lokalanzeiger für die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow vom 18. November 2009, S. 24
  3. ↑ Michael Radloff. Stilleben mit Pfeife. 1979 - Kunst in der DDR / Werke. Abgerufen am 11. Oktober 2026.
  4. ↑ Tänzer Jean Weidt II, auf deutschefotothek.de, abgerufen am 11. Juni 2024
Personendaten
NAME Radloff, Michael
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler und Grafiker
GEBURTSDATUM 12. August 1944
GEBURTSORT Trautenau
STERBEDATUM 2007
STERBEORT Berlin