Michael Radulescu

Michael Radulescu (2014)

Michael Radulescu (* 19. Juni 1943 in Bukarest; † 23. Dezember 2023) war ein deutsch-österreichischer Komponist, Organist und Hochschullehrer deutsch-rumänischer Herkunft.

Leben

Michael Radulescu war Sohn eines rumänischen Vaters und einer deutschen Mutter. Nach erstem, privatem Musikunterricht und ersten Kompositionsversuchen erhielt er ab 1956/1957 am Konservatorium in Bukarest Orgelunterricht bei Victor Bickerich sowie Kompositionsunterricht bei Mihail Jora. Im Rahmen der Sommerakademien am Mozarteum Salzburg erhielt er in den Jahren 1965/1965 Unterricht in Orgel bei Anton Nowakowski, Cembalo bei Anna Barbara Speckner sowie Dirigieren bei Carl Melles. Er studierte in den Jahren von 1965 bis 1968 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Dirigieren bei Hans Swarowski und Karl Österreicher sowie Kirchenmusik und Orgel bei Anton Heiller.

Im Jahr 1959 debütierte Radulescu als Organist am Bukarester Athenäum; er konzertierte seither in Europa, Nordamerika, Australien und Japan. Von 1968 bis 2008 lehrte er als Professor für Orgel an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Parallel dazu leitete er von 1971 bis 1990 den Meisterkurs für Orgel bei den Internationalen Meisterkursen im Fürstentum Liechtenstein und nahm von 1977 bis 1987 eine Lehrtätigkeit an der Internationale Süddeutsch-Österreichische Orgelakademie in Innsbruck wahr. Ab dem Jahr 1983 war er auch als Dirigent tätig.

Als Komponist wurde er unter anderem von Paul Hindemith, Anton Webern, Arnold Schönberg, György Ligeti und Olivier Messiaen beeinflusst. Er war Herausgeber von alter Orgelmusik und wirkte als Juror bei internationalen Wettbewerben. Als Organist spielte er unter anderem das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach ein.

Er starb am 23. Dezember 2023 im Alter von 80 Jahren.

Auszeichnungen

Werke

Ensemblemusik

Vokalmusik

Solomusik

Schriften

Commons: Michael Radulescu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Lebensdaten auf seiner Website. online, abgerufen am 31. Dezember 2023.
  2. 1 2 3 Alexander Rausch: Radulescu, Michael. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3046-5.
  3. 1 2 3 Biografie Michael Radulescu. Musikdatenbank von mica – music austria, 28. April 2020; abgerufen am 13. März 2022.
  4. ↑ PreisträgerInnen Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart. (Memento vom 23. Januar 2022 im Internet Archive) (PDF; 258 kB) stuttgart.de; abgerufen am 14. März 2022.
  5. ↑ Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952. (PDF; 6,9 MB) parlament.gv.at, S. 1737; abgerufen am 14. März 2022
  6. ↑ Wiener Auszeichnungen für Persönlichkeiten des Musiklebens. Stadt Wien Presse-Service, 2. Juni 2005, abgerufen am 28. Juli 2026.
  7. ↑ Radulescu erhält 2007 den Würdigungspreis für Musik (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2026. Suche im Internet Archive)
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Personendaten
NAME Radulescu, Michael
KURZBESCHREIBUNG deutsch-österreichischer Komponist und Organist
GEBURTSDATUM 19. Juni 1943
GEBURTSORT Bukarest
STERBEDATUM 23. Dezember 2023