
Michal Kosakowski (* 1975 in Stettin, Polen) ist ein polnisch-deutscher Filmregisseur, Medienkünstler und Dozent. Er arbeitet vor allem in den Bereichen Experimentalfilm, Dokumentarfilm und Videokunst.
Kosakowski wurde 1975 in Stettin geboren und zog im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie nach Wien. Dort absolvierte er die Handelsakademie und studierte kurzzeitig an der Wiener Filmakademie.
Zwischen 1997 und 2000 war er Artist-in-Residence im Kommunikationszentrum Fabrica in Italien, wo er u. a. mit dem Fotografen Oliviero Toscani zusammenarbeitete.
Bereits in den 1990er Jahren gründete er die unabhängige Produktionsfirma Dark Productions in Wien, mit der er zahlreiche Kurzfilme produzierte. Ab 2003 war er mit seiner Firma Kosakowski Films in Berlin tätig, die sich auf experimentelle Filme, Installationen und Dokumentarprojekte spezialisierte.
Sein bekanntester Film ist Zero Killed (2012), ein semidokumentarisches Projekt über Menschen, die ihre eigenen Gewaltfantasien filmisch inszenieren und anschließend reflektieren. Der Film basiert auf der Videoinstallation Fortynine (2007) und wurde unter anderem beim Chicago Underground Film Festival ausgezeichnet.
Von 2008 bis 2011 lehrte Kosakowski Experimentalfilm und Filmtheorie an der Mediadesign Hochschule München. Zudem war er Juror bei mehreren internationalen Filmfestivals, darunter das Milano Film Festival und das SLASH Filmfestival.
Kosakowskis Filme gelten als herausfordernd und provozierend. Sie thematisieren Gewalt, Ethik, Erinnerung und mediale Darstellung. Kritiker bezeichnen insbesondere Zero Killed als „verstörend“ und konfrontativ.
Kosakowski lebt in Berlin mit der Künstlerin Uli Aigner und hat vier Kinder.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kosakowski, Michal |
| KURZBESCHREIBUNG | polnisch-deutscher Filmregisseur, Medienkünstler und Dozent |
| GEBURTSDATUM | 1975 |
| GEBURTSORT | Stettin, Polen |